Magdeburg l In den vergangenen Wochen hat es mehr als einmal in den Füßen von Maik Franz gejuckt. Die Schuhe nochmals selber zu schnüren, kommt für den ehemaligen Bundesliga-Profi des VfL Wolfsburg, Karlsruher SC, Eintracht Frankfurt und Hertha BSC selbstverständlich nicht mehr infrage. Trotzdem spürt der Assistent der Geschäftsführung beim 1. FC Magdeburg natürlich auch die besondere Brisanz vor dem finalen Punktspiel 2016/17 gegen die Sportfreunde Lotte (Sonnabend, 13.30 Uhr, live im MDR): Die MDCC-Arena ist ausverkauft, und mit einem eigenen Sieg und Schützenhilfe von Preußen Münster gegen Jahn Regensburg wäre noch der Sprung auf Relegationsplatz drei möglich.

„Wir haben in Magdeburg immer eine außergewöhnliche Stimmung. Ich hätte unseren Fans zum Saisonfinale mit dem direkten Aufstieg gerne eine geile Party besorgt. Das ist nicht mehr möglich. Platz drei ist aber definitiv unser Ziel. Wir haben es zwar nicht mehr selber in der Hand, müssen unser Spiel aber trotzdem erstmal gewinnen“, sagt Franz und warnt zugleich: „Wenn es normal läuft, wird es ein ganz unangenehmes Spiel für uns.“

Die Westfalen, inzwischen auf Platz zwölf abgerutscht, spielen am Himmelfahrtstag (25.5.) noch gegen den SC Paderborn um den erneuten Einzug in den DFB-Pokal, in dem die Mannschaft in dieser Saison erst im Viertelfinale am späteren Finalisten Borussia Dortmund scheiterte. „Die haben eine tolle Saison gespielt, haben keinen Druck mehr, kommen hier eigentlich nur her, um uns das Saisonfinale zu versauen. Deshalb ist es enorm wichtig, dass wir die Nerven behalten – auch drumherum“, appelliert der 35-Jährige.

Franz hat auf seinen Profi-Stationen ähnliche Situationen erlebt. Allerdings ging es für den Ex-Abwehrspieler meistens am Saisonende gegen den Abstieg, für den FCM könnte dagegen noch der Sprung nach oben winken – zum zweiten Mal innerhalb von zwei Jahren. „Das ist nochmal etwas ganz anderes. Es ist wichtig, sich auf dieses Spiel zu freuen. Ich hoffe, dass alle das Spiel genießen können und eine gewisse Lockerheit wiederfinden. Wir haben mehr zu gewinnen als zu verlieren – und das i-Tüpfelchen vor vollem Haus zu setzen, wäre einfach nur schön“, sagt Franz.

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