Magdeburg l FCM-Trainer Jens Härtel überraschte beim 3:1 zuletzt gegen Münster mit einem Wechsel der Grundordnung und damit verbundenen personellen Verschiebungen.

Im 4-2-3-1 lief Julius Düker nicht, wie zuletzt gewohnt und bis zur Winterpause erfolgreich praktiziert, im Sturm auf, sondern als Zehner hinter der einzigen Spitze Christian Beck. „Wir haben uns in diesem System für Julius und damit für einen robusten sowie ballsicheren Spieler entschieden“, begründet Härtel. „Auf dieser Position hat er Tobias Schwede und Philip Türpitz auch immer wieder eingesetzt. Er hatte einige gute Szenen, es hat funktioniert.“

Für Düker war es in dieser Saison bereits die dritte Position neben der Rolle als klassische Sturmspitze und als Rechtsaußen im Dreiersturm.

Ganz neu war dies für ihn allerdings nicht, in der vergangenen Saison lief der 1,88 Meter große Braunschweiger am 36. Spieltag gegen den FSV Frankfurt (1:1) bereits als Zehner auf und legte den Treffer von Beck auf. „Ich denke, dass ich es gegen Münster ganz gut gemacht habe. Ich habe versucht, das umzusetzen, was mir der Trainer mit an die Hand gegeben hat. Ich bin froh, dass es funktioniert hat, war aber auch nur ein kleiner Baustein in der Offensive. Wir haben als Team überzeugt.“

Dükers Stärken

Eine der Stärken von Düker ist, dass er sich schnell auf einer neuen Position zurechtfindet. Das war bereits vor der Winterpause so, als er in der Partie bei Fortuna Köln (2:1) überraschend rechts im Dreiersturm aufgestellt wurde. „Ich bin flexibel und weiß, was auf den Positionen gefragt ist“, sagt er, ergänzt aber auch: „Es gibt immer Verbesserungspotenzial. Ich hatte gegen Münster ein, zwei kleinere Chancen, ohne direkten Abschluss. Da kann ich sicherlich noch etwas torgefährlicher sein.“

Auffällig war, dass Düker viel nach hinten gearbeitet und mit Beck immer mal wieder die Position getauscht hat. „Auch da gab es aber eine Szene, die nicht optimal war. Ich kann das Mittelfeld noch mehr unterstützen“, gibt er sich selbstkritisch.

Trotzdem hat er Werbung für sich auf dieser im Härtel-System eigentlich schon als „ausgestorben“ vermuteten Zehner-Position gemacht. Es ist somit wahrscheinlich, dass der Trainer auch in Bremen auf das 4-2-3-1 und auf Düker hinter der Spitze Beck setzen wird.

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