Magdeburg l Jan Löhmannsröben, Steffen Puttkammer und Leopold Zingerle auch in der kommenden Spielzeit in der MDCC-Arena auflaufen. Dann allerdings jeweils im Trikot des FCM-Gegners.

Löhmannsröben hatte sich die Sommerpause sicherlich anders vorgestellt. Eigentlich wollte der Mittelfeldspieler, der den FCM nach zwei Jahren verlassen hatte, mit seinen ehemaligen Mannschaftskollegen auf Mallorca nur etwas ausspannen „Ich habe über die Stränge geschlagen“, sagt Löhmannsröben im Rückblick. Der 26-Jährige wurde gefilmt und fotografiert, als er sich am Ballermann in einer Kneipe seiner Kleidung entledigte. „Ich ordne während der ganzen Saison alles dem Fußball unter. Seit Jahren fahre ich zum Abschluss nach Mallorca, um einmal im Jahr richtig zu feiern. Ich habe aber meine Lehren daraus gezogen und werde so etwas sicherlich nicht noch mal machen“, sagt der ehemalige Magdeburger Publikumsliebling, der zum Drittliga-Aufsteiger FC Carl Zeiss Jena wechselt. „Mittlerweile bin ich auch froh, dass es wieder etwas ruhiger geworden ist und kann es kaum erwarten, bis die Saison losgeht.“

Zweitligawechsel geplatzt

Dass er jetzt nach Jena wechselt, war überraschend, schließlich wurde er, nachdem der Abschied vom FCM feststand, auch in Rostock, Erfurt und bei einem Zweitligisten gehandelt. „Die 2. Bundesliga wäre natürlich ein Traum gewesen. Leider hat es nicht geklappt. Ob es an der Mallorca-Aktion gelegen hat, weiß ich nicht“, erklärt Löhmannsröben.

Trotzdem ist er von seinem Engagement in Jena überzeugt und sieht diesen Wechsel nicht unbedingt als sportlichen Rückschritt. „Ich gehe zwar zu einem Aufsteiger. Ich vergleiche das aber mit der Situation, als der FCM in die 3. Liga aufgestiegen ist. In Jena herrscht jetzt auch gerade eine große Euphorie. Wir werden alles dafür geben, um den Klassenerhalt zu schaffen“, betont er. Löhmannsröben gibt zu, dass die Rückkehr in die MDCC-Arena für ihn emotional wird. „Ich werde Gänsehaut haben. Viele Fans haben mich zuletzt unterstützt und wollen mich in Jena beim Spiel besuchen. Die FCM-Fans sind sensationell. Ich bin ein Herzensmensch und die Leute gehen mir nahe“, sagt er.

Puttkammer schaut nach vorne

Ähnlich emotional dürfte die Rückkehr für Steffen Puttkammer werden, der sich dem Aufsteiger SV Meppen anschloss. „Ich hatte vier schöne Jahre in Magdeburg. Meine Familie hat sich sehr wohl gefühlt und wir haben Freundschaften fürs Leben geschlossen“, sagt er. Nach einer schweren vergangenen Saison mit wenig Einsatzzeit war Puttkammer froh, dass er in der Rückrunde beim FCM einige Male noch zeigen konnte, was er drauf hat. „Ich habe nachgewiesen, dass ich in Magdeburg noch ein Leistungsträger sein kann. Die vergangene Saison war nicht einfach, wenn man nicht immer das Vertrauen spürt“, sagt Puttkammer, der jetzt aber gar nicht so viel zurück, sondern vielmehr vorausschauen möchte.

Den SV Meppen verfolgte der gebürtige Wilhelmshavener bereits seit vielen Jahren. „Seit mein Ex-Trainer Christian Neidhart aus Wilhelmshavener Zeiten dort 2013 anheuerte, ging mein Blick noch mehr nach Meppen“, erklärt er. „Vor ein paar Monaten hatten wir uns unverbindlich ausgetauscht. In den Aufstiegsspielen habe ich dem Verein besonders die Daumen gedrückt.“ Im Urlaub hatte Puttkammer zwar weitere Angebote, auch aus dem Ausland. „Für mich musste aber das Gesamtpaket stimmen. Und das stimmt in Meppen“, betont der 28-Jährige.

Trotz der Freude über die neue Aufgabe und Herausforderung versichert Puttkammer schon jetzt, regelmäßig nach Magdeburg zu kommen. „Wenn es der Spielplan zulässt, werde ich auch privat mal FCM-Heimspiele besuchen. Ich freue mich auch auf das Drittliga- spiel mit Meppen in Magdeburg und muss aufpassen, dass ich beim Aufwärmen nicht in die falsche Kurve laufe“, sagt er.

Einen neuen Verein, ebenfalls in der 3. Liga, hat auch Leopold Zingerle gefunden. Der 23-Jährige, der in der Rückrunde beim FCM Stammkeeper war, unterschrieb beim SC Paderborn einen Zwei-Jahres-Vertrag.

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