Magdeburg l Zum einen geht es natürlich um das eigene Heimspiel um 13.30 Uhr (live in der MDR-Konferenz) gegen Lotte. Aber auch die Partie des ärgsten Mitbewerbers um den Relegationsplatz, Jahn Regensburg, wird permanent beobachtet.

Fast alle Spieler an Bord

Einen kühlen Kopf zu bewahren war für den FCM in den vergangenen Tagen vor dem hitzigen Saisonfinale gar nicht so einfach. Am Mittwoch und Donnerstag schwitzten die Spieler bei bis zu 30 Grad auf dem Trainingsplatz.

Positiv ist vor dem Heimspiel gegen Lotte die Trainingsbeteiligung. Bis auf die Langzeitverletzten André Hainault und Moritz Sprenger sowie Lukas Novy, der Vater wird und deshalb freigestellt ist, waren alle Mann an Bord. Fehlen wird zudem der gelbgesperrte Tobias Schwede.

Dass der Blick am Sonnabend nicht nur der eigenen Partie gilt, sondern auch ganz bewusst nach Münster geht, wo Jahn Regensburg, der Konkurrent um den Relegationsplatz, antritt, gab FCM-Trainer Jens Härtel gestern zu: „Für mich ist schon wichtig, zu wissen, was für uns notwendig ist. Ob wir das Risiko noch mal erhöhen müssten oder ob die Ergebnisse auf den anderen Plätzen so sind, dass wir nur einen Punkt brauchen.“

Videos

Auch Zwickau im Fokus

Der Coach schaut dabei nicht nur nach Münster und auf den Relegationsplatz, sondern auch darauf, was der FSV Zwickau beim MSV Duisburg macht. Zwickau hat als Tabellenfünfter momentan zwei Punkte Rückstand und könnte dem FCM noch den vierten Rang und die damit verbundene Qualifikation für den DFB-Pokal streitig machen. „Deshalb sollten wir informiert sein, um am Ende nicht mit leeren Händen dazustehen“, warnte Härtel.

Der kommende Gegner habe pünktlich zum Saisonendspurt wieder zur alten Stärke zurückgefunden. „Lotte spielt wieder den Fußball, den das Team am Ende der Hinrunde und zu Beginn der Rückrunde gespielt hatte. Wir erwarten einen giftigen Gegner, der einen guten Saisonabschluss haben möchte, so Härtel. „Außerdem werden sich einige Spieler, die noch keinen Vertrag haben, zeigen wollen.“

Dreierkette hat sich bewährt

Bewährt hatte sich in Aalen beim 2:2 die Rückkehr zur Dreierkette mit Richard Weil als Abwehrchef in der Mitte. Weil bestach durch eine enorme Präsenz und wird auch gegen Lotte gesetzt sein. Der 29-Jährige, der vor einem Jahr mit den Würzburger Kickers in die 2. Bundesliga aufstieg, will mit seiner Erfahrung vorangehen. „Wir dürfen auf dem Platz nicht überdrehen. Wichtig ist eine gewisse Balance, damit uns gegen Ende der Partie nicht die Körner ausgehen“, sagte er. „Wir müssen in der Defensive stabil stehen und gut pressen. Dann sind wir für einige Torchancen gut. Wenn uns das gelingt, bin ich optimistisch.“

Die durchwachsenen Auftritte zuletzt sollten laut Härtel kein Thema mehr sein: „Auf dem Platz war es bei uns manchmal ein bisschen zäh. Wir können das aber zu Hause mit einem Spiel vergessen machen. Darum geht es jetzt.“

Weitere Infos und Videos zum FCM finden Sie hier