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6. Magdeburg-Marathon mit 5238 Startern aus neun Ländern / Rund 2000 Euro für krebskranke Kinder
Jörg Richters zweiter Sieg bei dritter Teilnahme
Von Klaus Renner



Magdeburg. Der Magdeburg-Marathon hat einen neuen, alten Gewinner. Über die klassische Strecke von 42,195 Kilometern, exakt jener Entfernung vom griechischen Ort Marathon, wo 490 vor Beginn der Zeitrechnung die Schlacht bei Marathon zwischen Persern und Athenern stattgefunden hatte, nach Athen, benötigte der Sieger der 6. Magdeburger Auflage 2:32,47 Stunden. Jörg Richter, der 2007 schon einmal in der Elbestadt ganz oben auf dem Siegertreppchen gestanden hatte, war im Vorjahr lediglich von Jan Schur bezwungen worden. Der Leipziger "drückte" den bei seinem Sieg vor zwei Jahren aufgestellten Veranstaltungsrekord um 3:24 Minuten.

"Ich wollte eine neue Bestzeit laufen und hatte mir 2:33 Stunden vorgenommen. Das Rennen verlief so, wie ich es mir vorgenommen hatte. Ich lag stets genau in meinem Zeitplan", berichtete im Zielgarten der ausgepowerte, überaus glückliche Sieger, der erst vor vier Wochen beim Berlin-Marathon mit 2:34,48 Stunden eine neue persönliche Bestmarke aufgestellt hatte.

Auch der Marathon-Zweite, Yves Löbel aus Niederndodele ben, blieb in 2:35,54 Stunden deutlich unter der bisher in Magdeburg erreichten Bestleistung und verwies Ralf Preibisch (Halsteren/2:36,34) auf Platz drei.

Marathon-Siegerin Irina Olbrich (Fit & Run Weimar) gewann in 3:20,59 Stunden. "Ich hatte mir kein Zeitlimit gesetzt. Es war faszinierend, bei dem schönen Herbstwetter an der Elbe entlangzulaufen", sagte die Thüringerin nach ihrem ersten Start in Magdeburg. Gabriele Immendorf aus der Gastgeberstadt (3:29,05) wurde Zweite vor Uta Kretzner (Weimar/3:32,07).

Bejubelt von Hunderten Zuschauern hatte Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper am Vormittag die schier unendlich erscheinende Schlange der Teilnehmer auf der vom gelben Herbstlaub geschmückten Herrenkrugstraße auf die Strecke geschickt.

Deutliche Zuwachsraten verzeichneten die Organisatoren beim Minimarathon, wo sich die Zahl der Starter mit 1077 im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelte. Auch der Lauf über 13 Kilometer (1343 Starter) und der Halbmarathon (1851) erfreuten sich deutlich wachsender Beliebtheit. 275 Nordic Walker, 211 über 13 km und 66 über die halbe Ma rathonstrecke, stellten erneut eine Bereicherung des Magdeburg-Marathons dar.

Die Teilnehmer waren diesmal aus ganz Sachsen-Anhalt, fast der gesamten Bundesrepublik sowie aus den Niederlanden, der Ukraine, Norwegen, Polen, Frankreich, Südafrika, der Schweiz und Dänemark angereist.

Eine nachahmenswerte Idee setzte Holger Tapper in die Tat um. Unter dem Motto "Tapper rennt" akquirierte der den Minimarathon laufende Radio-Brocken-Moderator von der ÖSA 250 Euro, der Sender stockte auf 1000 Euro auf. Bis gestern Mittag war die Summe bereits auf 1450 Euro gewachsen. Nach der Verlosung eines Fahrrades durch Täves Radladen konnten dem Magdeburger Förderverein Krebskranker Kinder rund 2000 Euro übergeben werden.

Gesamtleiter Hubert Miehle zog gestern Abend eine überwiegend positive Bilanz: "Die Teilnehmerzahl von 5238 hat unsere kühnsten Erwartungen sogar noch übertroffen. Jetzt müssen wir über andere Dinge nachdenken und noch mehr an einem reibungslosen Ablauf feilen. Unsere Kapazitätsgrenze haben wir mit dieser Veranstaltung aber noch nicht erreicht."



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Dokument erstellt am 19.10.2009 um 08:24:59 Uhr
Erscheinungsdatum 19.10.2009