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Super-Saisoneröffnung für den SC Magdeburg: Vor 1000 Zuschauern in der Hermann-Gieseler-Halle hat der Handball-Erstligist gestern Abend einen standesgemäßen Einstand vor heimischem Publikum gefeiert und den Schweizer Meister Kadetten Schaffhausen mit 31:23 (14:10) bezwungen.
Magdeburg l Den ersten Kraftakt hatten van Olphen Co. bereits gut eine Stunde vor dem Anpfiff zu leisten: Beim vor der Halle schon um 17 Uhr eröffneten Fanfest galt es im wohltemperierten Zelt jede Menge Hände zu schütteln und Autogramme zu schreiben. Eine schweißtreibende Angelegenheit, denn die Schlange wollte einfach kein Ende nehmen. Um 18.15 Uhr mussten dann wohl oder übel die Stifte in Bälle eingetauscht werden, denn es hieß Warmmachen für das Duell gegen den Champions-League-Teilnehmer aus der Schweiz.
Und mit dem Anpfiff ging gleich die Post ab. Erster Angriff, erstes Tor durch Bennet Wiegert. Und auch die zuvor mit Blumen und einem Kuschelbärchen willkommen geheißenen Neuzugänge Stefan Kneer und Moritz Schäpsmeier ließen sich nicht lange bitten, sondern hämmerten zum 2:1 (3.), bzw. zum 3:1 ein (4.).
Zwar konnten die Gäste zunächst auf 3:2 verkürzen, doch danach bekamen die Magdeburger einen Lauf und erzielten fünf Tore in Folge (8:3). Nach diesen temporeichen zehn Minuten war auch SCM-Keeper Gerrie Eijlers endgültig wach. Der Holländer zeigte nun eine Parade nach der anderen.
So war es auch ihm zu verdanken, dass der Vorsprung nach 18 Minuten auf sechs Tore ausgebaut werden konnte (10:4).
Danach mussten die Magdeburger dem hohen Anfangstempo sowie den intensiven Trainingseinheiten im Vorfeld Tribut zollen, und es kam ein kleiner Bruch in das bis dahin sehr konzentrierte und geordnete Spiel mit vielen Ballgewinnen in der Deckung. So gelang es Schaffhausen, das im rumänischen Ex-SCM-Spieler Rares Jurca (5/5) den besten Torschützen hatte, bis zum Halbzeitpfiff auf 14:10 heranzukommen.
Die in der Kabine aufgeladenen Akkus des SCM reichten, um sich bis zur 44. Minute auf 22:14 abzusetzen. Trainer Frank Carstens, der auf Linksaußen improvisieren musste, nachdem Matthias Musche (Nasenbein) und Yves Grafenhorst (Fuß) auf bzw. hinter der Bank sitzen blieben, hatte dem Spiel mit Björgvin Gustavsson im Tor und Tim Hornke auf Rechtsaußen frische Kräfte verschafft. Und beide konnten sich mit sehenswerten Aktionen auszeichnen. So auch in der 55. Minute, als Hornke einen genialen Bodenpass von Stian Tönnesen aufnahm und zum 27:19 verwandelte.
Wenig später stand der vom Kreuzbandriss genesene Kapitän Fabian van Olphen im Blickpunkt, dessen erstes Tor frenetisch vom Publikum gefeiert wurde (28:21).
Manager Marc Schmedt war am Ende sowohl mit der Resonanz von 1000 Zuschauern als auch mit der Vorstellung der Mannschaft zufrieden: "Das war spielerisch ein Schritt nach vorn. Vor allem die Anfangsphase war schon sehr ordentlich, und auch unsere beiden Neuzugänge haben sich gut präsentiert. Zwar hat noch nicht alles funktoniert, aber es bleiben ja auch noch anderthalb Wochen Zeit, bis alles passen muss."
Torschützen des SCM: Kneer 5, Tönnesen 5/3, Landsberg 4, Weber 4/3, Schäpsmeier 4, Wiegert 3, Hornke 3, Jurecki 2, van Olphen 1
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