Zerbst l Große Resonanz fand das Open-Air-Musikschulfest der Kreismusikschule „Johann Friedrich Fasch“ in Zerbst auf dem Schulgelände. Die traditionelle Veranstaltung stellte den Abschluss des Schuljahres dar. „Es ist die einzige Veranstaltung, die bei uns stattfindet“, sagt Heiner Donath, Musikschulleiter. Die Musikschule sei bemüht, sich mit Auftritten in der Stadt zu präsentieren, um mehr Aufmerksamkeit zu bekommen. „Musikschulen in großen Städten haben solche Probleme nicht“, sagt Donath. Mit 200 Musikschülern, die teilweise auch mehrere Instrumente lernen, stehe die Kreismusikschule noch gut da, doch die Anmeldungen seien deutlich zurückgegangen. „Musikschulen in größeren Städten können sich vor Anmeldungen kaum retten“, so Donath. Im ländlichen Raum sei das Interesse an kultureller Bildung wohl geringer.

Obwohl die Gebühren an den Kreismusikschulen im Land Sachsen-Anhalt vergleichsweise zu anderen Bundesländern noch gering seien und es Förderangebote für sozialschwache Familien gebe, sei gegenüber dem vergangenen Musikschuljahr ein deutlicher Rückgang der Schülerzahlen zu verzeichnen gewesen.

„Darüber haben wir uns bereits Gedanken gemacht.“ Zukünftig soll mehr in Werbung investiert werden, verrät Donath.

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Zwei Stunden genossen die Gäste das Open-Air-Konzert mit insgesamt 27 Darbietungen. „Einen großen Dank möchte ich an unseren Förderverein, der sich um die Bewirtung kümmert, richten.“ Auch für die große finanzielle Unterstützung der Jagdgenossenschaft Zerbst und der Kreissparkasse Anhalt-Bitterfeld, die die Plakate finanziert hat sowie dem Träger galt der Dank.