Z: Magdeburg ZS: MD PZ: Magdeburg PZS: MD Prio: höchste Priorität IssueDate: 03.02.2010 23:00:00
Vize-Weltmeister Martin Schmitt feierte ein gelungenes Comeback, Michael Uhrmann und Michael Neumayer freuten sich über Top-Ten-Platzierungen: Gut eine Woche vor Beginn der Olympischen Winterspiele nähern sich Deutschlands Skispringer langsam ihrer Bestform.

Klingenthal (dpa). Beim Weltcup-Sieg des Schweizers Simon Ammann gestern in Klingenthal war Uhrmann als Neunter bester DSV-Springer. Neumayer landete direkt dahinter auf Rang zehn, Schmitt kam bei seinem ersten Wettkampf seit dem Finale der Vierschanzentournee auf Platz 13. "Der Abstand zur absoluten Weltspitze ist zwar immer noch sehr groß, aber mit der Teamleistung bin ich zufrieden. Das war ein kompakter Auftritt", sagte Bundestrainer Werner Schuster.

Schmitt zeigte sich nach seiner wegen eines Erschöpfungssyndroms eingelegten vierwöchigen Wettkampfpause gut erholt. "Das war ein guter Auftakt für mich. Es war wichtig, gut rein zu finden. Das Wettkampfgefühl war gleich wieder da", meinte der 32-Jährige. Im Finale kam der Hoffnungsträger auf 122,5 Meter und stellte danach fest: "Das Selbstverständnis fehlt noch etwas. Die Absprünge sind noch nicht auf dem höchsten Niveau." Dennoch war Schuster mit Schmitts Einstand zufrieden: "Bei Martin war ein Fortschritt erkennbar."

Weiter im Aufwind befindet sich Uhrmann, der mit 119 und 127 Metern überzeugte. "Mit der Top-Ten-Platzierung bin ich natürlich zufrieden. Das waren meine besten Sprünge auf dieser Schanze", sagte der 31-Jährige aus Rastbüchl.

In Neumayer unterstrich ein weiterer Routinier seinen Wert für die Mannschaft, die in Vancouver eine Team-Medaille anstrebt. "Das ist eine schöne Platzierung", sagte der 31-Jährige aus Berchtesgaden. Mit 124,5 und 123,5 Meter bewies er Konstanz in seinen Leistungen.

Die Elite war für die DSV-Asse jedoch unerreichbar. Ammann segelte auf 133 und 134 Meter. Mit seinem Sieg vor dem Polen Adam Malysz baute der Schweizer seine Führung im Gesamt-Weltcup vor Gregor Schlierenzauer aus Österreich, der Dritter wurde, weiter aus. Im Rennen um den Siegerscheck der Team-Tour von 100 000 Euro übernahmen die Österreicher wieder die Führung vor Norwegen. Die Entscheidung fällt am Wochenende in Willingen.

Die anderen deutschen Olympia-Fahrer Pascal Bodmer (20.) und Andreas Wank (21.) erreichten das Finale, konnten aber nicht mit den "Alten" mithalten.