Z: Magdeburg ZS: MD PZ: Magdeburg PZS: MD Prio: höchste Priorität IssueDate: 05.02.2010 23:00:00
Magdeburg/Glinde. Bernburg, Steyerberg, Delitzsch, Versmold, Glinde, Aue – das Vorbereitungsprogramm auf die Rückrunde und den Hammer-Auftakt am 14. Februar in Flensburg führt die Handballer des SC Magdeburg derzeit alle zwei, drei Tage an einen anderen verschneiten Ort.

Nachdem die Mannschaft von Interimstrainer Sven Liesegang – staugeplagt und dadurch mit Verspätung – am Donnerstagabend in Versmold gegen den TBV Lemgo testete, bis zur 50. Minute mithielt (22:22) und dann doch noch mit 24:29 verlor, ging es zurück in die Heimat. Hier wurden nur schnell die Klamotten gewechselt, denn schon gestern früh ging es weiter nach Glinde. Im Sportpark am Rande des Elbedorfes wollen sich Spieler und Trainer, erstmals nach der EM mit dem kompletten Kader, bis zum Sonntag auf die zweite Halbserie und ein gemeinsames Ziel einschwören.

Weil man den guten Vorsätzen, enger mit der zweiten Mannschaft kooperieren zu wollen, Taten folgen lässt, sind beim dreitägigen Trainingslager auch einige Youngsters mit von der Partie. Das stellt die Verantwortlichen allerdings vor einen logistischen Kraftakt, denn heute Abend (19.30 Uhr) steht in der 2. Liga das Heimspiel der SCM-Reserve gegen Tabellenführer ASV Hamm an.

"Sicher hat jeder Trainer seine Vorstellungen. Um einen gemeinsamen Nenner zu finden, muss man eben miteinander reden", setzt Liesegang auf Kommunikation. "Aber wie man auch an den Einsätzen von Munzert, den beiden Torhütern Schulze und Quenstedt oder zuletzt Salzer bei den Testspielen sieht, klappt die Zusammenarbeit mit Christian Prokop sehr gut. Mit Blick aufs Trainingslager haben wir Fahrgemeinschaften eingerichtet, so dass Krause, Grohmann oder auch Steinert bei uns mitmachen, dann aber auch beim Abschlusstraining der Youngsters dabei sind und relativ ausgeruht beim Spiel am Samstag auf der Platte stehen."

Auch Prokop selbst empfindet die durch Liesegang forcierte Zusammenarbeit als positiv: "Das inzwischen praktizierte Rotationsprinzip gefällt mir gut, so können viele junge Spieler mal bei den Großen reinschnuppern und ihre Visitenkarte abgeben. Das fördert letztendlich nur den Konkurrenzkampf und bringt alle Spieler in ihrer Entwicklung voran", so der Youngster-Coach, der hofft, dass auch sein Team vom Zusammenrücken profitiert. Prokop: "Oberste Priorität hat für uns der Klassenerhalt, und ich gehe davon aus, dass wir, wenn nötig, von ,oben‘ Unterstützung bekommen, um dieses Ziel sicherzustellen."