Z: Wernigerode ZS: WR PZ: Wernigerode PZS: WR Prio: höchste Priorität IssueDate: 05.02.2010 23:00:00
Am Mittwoch fanden in Friedrichsbrunn bei allerbestem Winterwetter die Landeswinterspiele für Kinder mit geistiger Behinderung statt. Wie schon in den Vorjahren gaben die anwesenden Kinder ihr Bestes.

Friedrichsbrunn. Der Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Sachsen-Anhalt (BSSA) als Veranstalter richtete gemeinsam mit dem BRSV "SINE CURA" e.V. Quedlinburg und dem Kreissportbund Harz (KSB) bereits zum 18. Mal diese große Sportveranstaltung aus. Gemeldet waren 293 Aktive und 96 Betreuer. Weil es in der Nacht zuvor heftig geschneit hatte – vor allem der Kreis Mansfeld Südharz war betroffen – mussten einige Einrichtungen absagen. Letztendlich waren aber etwa 200 Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre aus 13 Einrichtungen mit dabei. Sie fanden im tief verschneiten Friedrichsbrunn allerbeste Bedingungen – gerade das Rodeln, das dadurch seit vielen Jahren erstmals wieder im Freien stattfand – vor. Das kleine Örtchen wurde bei strahlend blauem Himmel vollends von den Sportlern "eingenommen". Viele der 198 Kinder hatten neben den Wertungsangeboten vor allem Spaß im Tiefschnee. Unter der Schirmherrschaft von Landrat Dr. Michael Ermrich, der gemeinsam mit dem KSB-Präsidenten Henning Rühe die Spiele eröffnete, traten die Kinder in den traditionellen Disziplinen Schneeballzielwerfen, Eisstockschießen und Rodeln an. Für das Zielwerfen hatten die Organisatoren kurzerhand den Schießstand umfunktioniert. Dazu gab es zwei große Scheemannfiguren, in deren vier Fenster die Kinder zielen mussten. Noch größer war der Spaß beim Rodeln, konnten doch schließlich diesmal die Rollbretter im Lager bleiben, da ausreichend Schnee für eine richtige Rodelpartie lag. Auf dem Waldweg ging es etwa 100 Meter bergab. Die Freude war an dieser Station nicht zu überhören, so dass dieses Angebot eindeutig zum Highlight des Tages avancierte. Als dritte Station ging es zum Eisstockschießen in die Halle. Hier probierten sich Landrat und KSB-Präsident auch aus. Den Abschluss bildete wie immer der Staffelwettbewerb und die Siegerehrung. "Alles hat wunderbar geklappt, auch weil diesmal sehr gute Bedingungen herrschten", fasste der stellvertretende KSB-Geschäftsführer Thomas Trautmann zusammen.

Am Tag danach folgte der Wettbewerb für Erwachsene.