Z: Wernigerode ZS: WR PZ: Wernigerode PZS: WR Prio: höchste Priorität IssueDate: 15.02.2010 23:00:00
Schritt für Schritt geht es für den HV Wernigerode in Richtung Meistertitel in der Handball-Verbandsliga. Auch beim Vierten, Möckeraner TV 1921, siegte die Sieben von Trainer Maik Lange. Am Ende stand ein 33:24-Sieg fest, gleichzeitig der zehnte Erfolg nacheinander.

Wernigerode/Möckern. Vorerst bleibt es aber bei drei Punkten Vorsprung, da Ilsenburg im Vergleich beim Tabellenzweiten SV Wacker knapp unterlag. Am kommenden Wochenende kommt es schließlich zum Topspiel zwischen Spitzenreiter Wernigerode und Westeregeln.

In Möckern erwartete die Harzer ein hartes Stück Arbeit. "Allen war vor Spielbeginn klar, dass es dort nicht einfach werden würde. Möckern ist einsatz- und kampfstark, zudem bietet das Publikum große Unterstützung für die Heimsieben", fasste Co-Trainer Dirk Blum zusammen.

Nach dem Abtasten während der ersten drei, vier Minuten waren beide Mannschaften gleichauf. Danach waren es die Gäste, die mehr vom Spiel hatten. Das lag zum einen am besseren Positionsangriff, der beim HVW erkennbar geordneter verlief als bei Möckern, und zum anderen an der Abwehr. Der Innenblock der Wernigeröder ließ nur wenig zu. Weil das nun schon ein wichtiges Merkmal der gesamten Saison ist, hat der HVW mit lediglich 422 Gegentreffern die wenigsten von allen Verbandsliga-Mannschaften kassiert. Der Vorsprung der Harzer wuchs über das 7:3 (11.) bis auf 14:8. Beim 18:12 ging es in die Kabinen. Bereits hier wäre eine deutlichere Führung für den HV Wernigerode im Bereich des Machbaren gewesen, einige Chancen blieben aber ungenutzt.

In der zweiten Halbzeit wurde es körperbetonter, denn beide Seiten griffen beherzt zu. Das Bollwerk der Gäste hatte aber weiter Bestand. Beim 26:17 sah Wernigerode wie der klare Sieger aus, Möckern kam jedoch noch einmal heran (20:26). In dieser Phase kassierte Poetzsch, der diesmal mehr als Torjäger denn als Spielmacher auffiel, die Rote Karte. Nach seiner unnötigen Attacke schlugen die Emotionen in der Möckeraner Sporthalle kurzzeitig hohe Wellen, am Ende hatte diese Situation aber nichts mehr mit dem Ausgang der Begegnugn zu tun. Die Gastgeber waren über 60 Minuten aus dem Rückraum zu harmlos, beim HVW klappte dies besser, zudem hatte man mit Hoffmann einen sehr torgefährlichen Akteur, der auch mehrfach erfolgreich mit Übersicht das Umkehrspiel seiner Mannschaft einleitete.

Dirk Blum nach dem Abpfiff: "Das Ergebnis sagt zwar etwas anderes aus, aber es war ein Kampfspiel, in dem sich beide Teams nichts schenkten. Wir freuen uns entsprechend über diesen Arbeitssieg."

HV Wernigerode: Grawe, Wisotzky, Feldmann – Bomeier, Völkel, Göbel (2), Uhlmann (4), Berge (1), Hoffmann (11), Nierlein (2), Köhler (3), Ahlsleben (2), Poetzsch (5), Aschbrenner (3).