Z: Magdeburg ZS: MD PZ: Wernigerode PZS: WR Prio: höchste Priorität IssueDate: 15.02.2010 23:00:00
Gut 20 Stunden nach der 24:27-Niederlage der SCM-Handballer bei der SG Flensburg-Handewitt stand für Interimscoach Sven Liesegang und Co-Trainer Oleg Kuleschow gestern die Analyse von Licht und Schatten an. Neun Tage haben die Magdeburger nun Zeit, um an ihrem Spiel zu feilen, bevor am kommenden Mittwoch gegen FrischAuf Göppingen (20.15 Uhr/Bördelandhalle) der erste Heimauftritt unter der neuen sportlichen Leitung ansteht.

Magdeburg. "In unserer Situation kommt uns die erneute kleine Pause ganz gelegen, denn so können wir uns im Training weiter finden und das Zusammenspiel optimieren, denn da gibt es schon noch einige Dinge, die nicht so laufen, wie wir uns das eigentlich vorstellen", sieht Liesegang, der mit Kuleschow gestern Vormittag zwei Videos angeschaut und kritisch ausgewertet hat, trotz vieler positiver Aspekte ("Da sind an erster Stelle die sehr guten Leistungen von Rojewski und Eijlers zu nennen und, dass wir uns zweimal trotz größerer Rückstände zurück ins Spiel gekämpft haben") in den nächsten Tagen auch einige Korrekturarbeiten auf die Mannschaft zukommen.

"Die Zahl der technischen Fehler, die bei gefühlten zwanzig lag, geht überhaupt nicht. Aber auch die Deckung hat teilweise gar nicht gut ausgesehen", legte Liesegang den Finger in die Wunde.

Dazu kommt noch, dass Yves Grafenhorst auf unbestimmte Zeit ausfällt. Der Linksaußen, der bereits "mit einer leichten Zerrung im linken Oberschenkel" ins Spiel gegangen war und sich kurz vor Ende der ersten Halbzeit, wie er sagte, "den Rest geholt" hatte und ausgewechselt werden musste, erklärte nach der MRT-Untersuchung gestern Nachmittag: "Es handelt sich um einen größeren Muskelfaserriss. Die Ärzte wollten sich aber nicht festlegen, wie lange die Pause dauern könnte, denn das hängt ja auch davon ab, wie die Reha anschlägt."

Liesegang, der bereits befürchtet hatte, dass es sich "um mehr als nur um eine Zerrung handelt", sieht nun Steffen Coßbau gefordert. "Aber dafür ist er ja auch da. Ich bin mir sicher, ,Cossi‘ wird sein Ding machen, auf ihn ist Verlass", hält der Coach große Stücke auf den Youngster.

Gleiches gilt für Dennis Krause, der nach Meinung des Trainers seinen Job – im Mittelblock neben Abwehrchef van Olphen – wesentlich besser gemacht hat als zuvor Kabengele. "Nach der Einwechslung von Dennis hatten es die Flensburger wesentlich schwerer, Tore zu erzielen. Sicher muss er noch viel lernen, aber mir gefällt richtig gut, wie präsent er in der Deckung ist. Darauf lässt sich aufbauen", so "Liese".