Z: Magdeburg ZS: MD PZ: Magdeburg PZS: MD Prio: höchste Priorität IssueDate: 18.02.2010 23:00:00
Vom Punktelieferanten zum unbequemen Gegner: Nach ihrem beeindruckenden Olympia-Auftakt wird die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft endlich wieder ernstgenommen. "Das ist das beste deutsche Team, gegen das ich je gespielt habe. Die werden hier anderen Mannschaften noch richtig Probleme bereiten", sagte Schweden-Stürmer Daniel Alfredsson nach dem mühsamen 2:0-Sieg des Titelverteidigers. Aus dem Team, das sich bei der WM im vergangenen Jahr in Bern als Vorletzter blamierte, ist eine Equipe geworden, die selbst gegen den Olympiasieger mithalten kann.

"Wir sind dran", befand Franz Reindl, der Generalsekretär des Deutschen Eishockey-Bundes. Gegen die in der Weltrangliste auf Platz drei geführten schwedischen Superstars, die mit 18 Spielern aus der Nordamerikanischen Profiliga NHL antraten, fehlten Krupps Cracks nur Millimeter zum "Wunder von Vancouver". "Wir waren auf Augenhöhe. Wenn wir das 1:0 machen, geht es anders aus", betonte Christian Ehrhoff, der ebenso wie Jochen Hecht bei einer 5:3-Überzahlsituation im zweiten Drittel die Querlatte traf.

Deutschland bot erstmals in seiner Eishockey-Geschichte die erste Reihe mit sechs Profis aus der besten Liga der Welt auf. "Wir können alle stolz darauf sein, dass immer mehr Deutsche den Sprung in die NHL schaffen", betonte Sturm.