Z: Wernigerode ZS: WR PZ: Wernigerode PZS: WR Prio: höchste Priorität IssueDate: 21.02.2010 23:00:00
Braunlage (rko/fbo). Gut gekämpft und doch verloren: Auch im dritten Vergleich mit dem Rostocker EC mussten sich die Harzer Wölfe geschlagen geben. In der Meisterrunde der Eishockey-Regionalliga Nord unterlagen die Harzer den Piranhas vor heimischer Kulisse mit 3:6 (1:1, 1:2, 1:3), zeigten dabei aber dennoch eine starke Vorstellung. Am Ende entschieden Kleinigkeiten und die höhere Anzahl von Fehlern die Partie zu Gunsten der weiterhin verlustpunktfreien Rostocker.

Vom ersten Bully an entwickelte sich ein temporeiches Spiel auf hohem Regionalliga-Niveau, das deutlich mehr als die knapp 500 Zuschauer im Wurmbergstadion verdient gehabt hätte. Obwohl die Wölfe wieder nur mit einem kleinen Kader agieren konnten, gestalteten sie das Geschehen mehr als ausgeglichen. Wölfe-Stürmer Christian Schock hatte gleich zweimal die Führung auf der Kelle. ESC-Torjäger Stefan Bilstein sorgte nach starker Vorarbeit von Alexander Deibert für das 1:0 (10.). Dann aber führte der erste große Fehler in der ESC-Abwehr direkt zum Ausgleichstreffer (16.).

In Unterzahl bescherte ein Foul von Erik Pipp den Rostockern ein Fünf-gegen-Drei-Powerplay. Die Piranhas ließen sich nicht lange bitten, der ansonsten blasse Bartanus vollstreckte zum 1:2. Auch die nächste Überzahlgelegenheit nutzte der REC schnell, Stramkowski hielt die Kelle in einen Schlagschuss von Koubenski und fälschte den Puck unhaltbar für ESC-Goalie Mario D‘Antuono ab (32.). Die Wölfe gaben sich aber nicht geschlagen, Markus Schneider sorgte in doppelter Überzahl für den 2:3-Anschlusstreffer (35.).

Im Schlussdrittel waren die Harzer um den Ausgleich bemüht, mussten aber schnell das vierte Gegentor hinnehmen (44.). Als der ehemalige Harzer Brümmer gar das 2:5 markierte (50.), schienen die Messen für die Wölfe gelesen. Pipp sorgte mit dem 3:5 jedoch noch einmal für Hoffnung (53.), Bilstein hatte kurz darauf nach einem Unterzahl-Konter die Chancen zum 4:5. Stattdessen fiel mit einem "Phantomtor" noch das 3:6 (57.). Kaum einer hatte den Puck im Tor gesehen, Schiedsrichter Pupello stand aber direkt hinter dem Netz und war sich bei seiner Entscheidung sicher.

"Mit unserer Leistung bin ich im Großen zufrieden. Aber heute war mehr drin. Letztlich waren es unsere Fehler, die Rostock ausgenutzt hat, während wir ihre Fehler nicht bestraft haben", meinte Wölfe-Coach Wohlmann nach Spielschluss.

Torfolge: 1:0 Bilstein (9:31), 1:1 Stramkowski (15:30), 1:2 Bartanus (25:37), 1:3 Stramkowski (31:33), 2:3 Schneider (35:02), 2:4 Trevena-Brown (43:09), 2:5 Brümmer (49:47), 3:5 Pipp (52:35), 3:6 Trevena-Brown (56:49); Strafen: Harzer Wölfe 20 – Rostock 18; Zuschauer: 451.