Z: Wernigerode ZS: WR PZ: Wernigerode PZS: WR Prio: höchste Priorität IssueDate: 21.02.2010 23:00:00
Die Stimmung war ausgelassen, die Freude groß auf Seiten der Wernigeröder. Das Spitzenspiel in der Handball-Verbandsliga entschied die Sieben von Trainer Maik Lange erst in den Schlussminuten nach großem Kampf mit 22:21 für sich. Das große Ziel Aufstieg rückte damit ein weiteres großes Stück näher.

Wernigerode. Wernigerode-Coach Lange setzte auch gegen Westeregeln sein Rotationsprinzip auf der Torhüterposition fort. Für Feldmann rückte der junge Grawe ins Team. Außerdem verzichtete er im Topspiel auf Routinier Jens Kaufmann. "Ich hatte vor dem Spiel ein System im Kopf, in das er nicht recht passte. Im Nachhinein kann man andere Schlüsse ziehen", fasste Maik Lange zusammen und ging damit auf 60 Minuten Kampf und Dominanz der Abwehr ein, die er zuvor gesehen hatte.

Es wurde nicht das Tempospiel, in dem spielerische Elemente die bestimmenden sein sollten. Im Gegenteil: Von Beginn an bestimmten die Abwehrreihen auf beiden Seiten die Szenerie. Das erste Tor gehörte den Gästen, Marcel Berge war erster Torschütze für den HVW. Die Gastgeber hatten nach zehn Minuten die Möglichkeit auf drei Tore Vorsprung zu erhöhen, Matthias Köhler vergab den Konter jedoch fahrlässig. Überhaupt ließ der HVW einige vielversprechende Chancen aus. Auch Berge, Göbel und Völkel fanden ihren Meister im mehrfach gut parierenden Wacker-Keeper Pufahl. Dank seiner guten Leistung glich Wacker aus, um kurz danach in Führung zu gehen.

Jetzt waren beide Teams mehrfach nach Tempogegenstößen erfolgreich, das schnelle Angriffsspiel blitzte kurzzeitig auf. Die Gastgeber konnten eine gewisse Nervosität nicht verbergen, oft lagen sie in dieser Saison schließlich in eigener Halle noch nicht zurück (6:9). Westeregeln wollte in dieser Phase einfach mehr, die Körpersprache der Mannschaften sprach klar für die Gäste. Nachdem die Harzer zwei Siebenmeter verwarfen (Hoffmann) fanden sie in Uhlmann einen sicheren Schützen, der auch zum 11:13-Halbzeitstand traf.

Als er wiederum per Strafwurf zum Ausgleich einwerfen konnte, war Pufahl zur Stelle und leitete die 14:12-Führung der Gäste ein. Von nun an rückte Wernigerodes Routinier Berge in den Fokus, da er als dritter HVW-Siebenmeterschütze Verantwortung übernahm. Seinen ersten verwandelte er zwar erst im Nachwurf, aber die folgenden drei sehr sicher. Ab Mitte der zweiten Halbzeit stellten beide Teams das Spielerische mehr und mehr ein, es wurde ein reines Kampfspiel, das das Schiedsrichtergespann oftmals forderte. Das Duo Wolf/ Schwibbe ließ sich von der inzwischen aufgeheizten Stimmung in der vollen Stadtfeldhalle nicht anstecken.

Einige Strafwürfe und Strafzeiten beherrschten jetzt das Bild. Die 20:18-Führung des HVW glich Wacker wieder aus. Wiederum der bärenstarke Berge sowie Ahlsleben sorgten für die Treffer 21 und 22. Einen letzten Angriff nutzten die Gäste noch zum Anschluss, zuvor hatte Bomeier rigoros zugepackt und für sein hartes Eingreifen zu Recht Rot gesehen. Nach einer letzten Auszeit spielte der HVW die letzten Sekunden sicher runter.

HV Wernigerode: Grawe, Wisotzky – Bomeier, Völkel (4), Göbel (1), Uhlmann (2/2), Berge (9/4), Hoffmann (3), Kirchhoff, Nierlein, Köhler, Ahlsleben (2), Poetzsch (1), Aschbrenner;

Schiedsrichter: Wolf/Schwibbe (MD); Zeitstrafen: HVW 7, 1 x Rot, Wacker 6; Siebenmeter: HVW 10/6, Wacker 7/5; Spielfilm: 0:1, 5:3, 6:6, 7:10, 11:13 - 13:14, 16:16, 20:18, 22:21.