Z: Wernigerode ZS: WR PZ: Wernigerode PZS: WR Prio: höchste Priorität IssueDate: 22.02.2010 23:00:00
Braunlage (rko/ige). Im Meisterrunden-Topspiel der Eishockey-Regionalliga Nord waren die Harzer Wölfe am Sonntag bei den Rostocker Piranhas gefordert. Nachdem die Wölfe dem REC am Freitag vor heimischer Kulisse mit 3:6 unterlagen, folgte nun am Ostseestrand vor 1 048 Zuschauern die Revanche. Trotz eines Minikaders gewannen die Harzer bei den zuvor in der Meisterschaft unbesiegten Rostockern mit 6:4 (1:1, 3:0, 2:3) und holten drei wichtige Punkte im Kampf um die Play-Off-Plätze.

Der Wölfe-Coach musste im Vergleich zum Freitagsspiel auch noch auf Ruven Bannach und Kapitän Alexander Deibert verzichten. Gerade einmal zehn Feldspieler standen noch zur Verfügung, Gegner Rostock konnte dagegen auf drei komplette Reihen bauen. Den besseren Start erwischten dennoch die Wölfe. Wie in den bisherigen drei Vergleichen mit dem REC gelang auch diesmal das 1:0, Michele Meridian traf in der 6. Minute. Die Rostocker erhöhten in der Folge den Druck, fanden in der dichten Verteidigung der Wölfe aber kaum Lücken. Trevena-Brown gelang dennoch der Ausgleich (11.), eine Minute später rettete D‘Antuono.

Boten die Wölfe schon in den ersten 20 Minuten eine starke Leistung, so dürfte das Mitteldrittel den bisher besten Abschnitt der gesamten Saison darstellen. Gestützt auf einen ganz starken Mario D‘Antuono im Tor boten die Harzer eine überragende Leistung in der Defensive, zudem gelangen offensiv die entscheidenden Nadelstiche. Nachdem Andreas Bippus nur den Pfosten traf (23.) schossen die Wölfe durch Vitalij Blank, Christian Schock nach tollem Sololauf und Erik Pipp eine 4:1-Führung heraus.

Mit Beginn des Schlussdrittels berannten die Gastgeber angetrieben von Koubenski das Harzer Tor. Nach zwei Treffern des drahtigen Offensivverteidigers und dem Ausgleich von Henk schien die Partie zu kippen. Doch die Wölfe schlugen eiskalt zurück, nur elf Sekunden später schoss Bippus die Harzer Meridian-Vorlage erneut in Front. Nachdem der Torschütze kurz darauf mit schwerer Rippenprellung ins Krankenhaus musste, lieferten sich seine Teamgefährten ein aufopferungsvolle Abwehrschlacht. Die Erlösung folgte 30 Sekunden vor dem Schluss, als Bilstein den Puck zum entscheidenden 6:4 im leeren Rostocker Tor unterbrachte.

"Wir haben heute über 60 Minuten genau das gemacht, was wir uns vorgenommen hatten. Ein Riesenkompliment an die Jungs für diese Leistung mit nur zehn Leuten", strahlte ESC-Coach Bernd Wohlmann nach Spielschluss. Als sehr fairer Verlierer zeigte sich Rostocks Trainer Henry Thom: "Die Braunlager wollten diese Punkte mehr und haben sie sich absolut verdient."

Das nächste Spiel steht schon heute auf dem Programm. Im Halbfinale des Regional-Pokals bei den Blue Lions Leipzig sind die Chancen auf ein Weiterkommen nach der 3:11-Niederlage im Hinspiel allerdings nur noch theoretischer Natur.

Torfolge: 0:1 Meridian (5:25), 1:1 Trevena-Brown (10:15), 1:2 Blank (23:02), 1:3 Schock (5-4/26:36), 1:4 Pipp (38:06), 2:4, 3:4 Koubenski (41:55, 48:29), 4:4 Henk (5-4/50:27), 4:5 Bippus (50:38), 4:6 Bilstein (4-5/59:33); Strafen: Rostock 16 + 10 Sharapa + 5 + Spieldauer Henk - Harzer Wölfe 14; Zuschauer: 1 048.