Z: Magdeburg ZS: MD PZ: Magdeburg PZS: MD Prio: höchste Priorität IssueDate: 23.02.2010 23:00:00
Deutschlands Kombinierer haben nach einer grandiosen Aufholjagd im Schneetreiben von Whistler Team-Bronze gerettet. Nach sechsmal Silber hintereinander bei Großereignissen kostete das Quartett mit der Deutschland-Fahne auf der Wange Patzer von Vizeweltmeister Tino Edelmann beim Springen und Laufen (Er stürzte) die Goldchance. Olympiagold holte sich überraschend Österreich vor den USA.

"Wir haben die erhoffte Medaille. Die Jungs sind grandios gelaufen", sagte Bundestrainer Hermann Weinbuch, der vor den Winterspielen noch Gold als Ziel ausgegeben hatte. Schlussläufer Björn Kircheisen (26), Tino Edelmann (24), Eric Frenzel (21) und Johannes Rydzek (18) hatten 19,5 Sekunden Rückstand auf Österreich mit dem nunmehr dreimaligen Olympiasieger Felix Gottwald. Die seit Olympia 2002 für Deutschland reservierte Silbermedaille holten diesmal die USA.

Kircheisen und Co. hatten im Wirbelwind des Callaghan Valley schon beim Springen fast alle Chancen auf das erste Team-Olympiagold seit 1988 eingebüßt. Edelmann patzte mit einem Hüpfer auf 123 Meter schwer, die anderen drei konnten das nicht wieder gutmachen. "Wir sind nicht da, wo wir hingehören. Aber das Windglück war nicht auf der deutschen Seite", hatte Weinbuch gesagt.

Startläufer Rydzek setzte die Devise gleich in die Tat um, holte die als Dritter gestarteten Österreicher ein und begab sich mit einer fünfköpfigen Verfolgergruppe auf die Jagd nach dem Spitzenduo mit Finnland und den USA. Der Schneefall half den Verfolgern, und so konnte Rydzek nach einer überragenden Leistung mit nur noch 11,2 Sekunden Rückstand auf Spitzenreiter USA als Fünfter an Tino Edelmann übergeben.

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