Z: Magdeburg ZS: MD PZ: Magdeburg PZS: MD Prio: höchste Priorität IssueDate: 01.03.2010 23:00:00
München (dpa). René Adler ist von sofort an auch ganz offiziell Deutschlands Ballfänger Nummer 1. Schon vor dem heißen Test am Mittwoch gegen Argentinien hat Joachim Löw den Leverkusener Torhüter zum ersten WM-Gewinner gekürt - das Auswahlverfahren um die weiteren Südafrika-Tickets aber wird der Bundestrainer weiter verschärfen.

"René ist die Nummer 1. Er hat es in der Hand, ob er bei der WM spielt", verkündete Löws Assistent Andreas Köpke gestern die erwartete Beförderung von Adler zum aktuell wichtigsten Keeper der Nation. Bei den Feldspielern ist bei insgesamt 25 eingeladenen Akteuren das Gerangel um einen Startplatz gegen das Team von Diego Maradona ungleich größer. "Es geht für viele Spieler um die Plätze im Kader und um die Stammplätze", skizzierte Bayern-Profi Philipp Lahm den Charakter des aktuellen Klassikers gegen die Argentinier.

"Ich erwarte aus der Partie wichtige Erkenntnisse", erklärte Bundestrainer Löw vor dem Spiel gegen die Weltklasse-Auswahl seines Kollegen Maradona, die in München unweit des berühmten Hofbräuhauses Quartier bezog. Löw will auch einige Nachrücker wie den Hamburger Jérome Boateng oder die Neulinge Thomas Müller (FC Bayern) und Toni Kroos (Leverkusen) auf WM-Tauglichkeit prüfen. Der Münchner Bastian Schweinsteiger könnte wie bei den Bayern ins defensive Mittelfeld rücken, wo Löw noch intensiv nach dem geeigneten Nebenmann von Kapitän Michael Ballack fahndet. "Alle freuen sich auf das Spiel, alle wollen spielen", sagte Löws Co-Trainer Köpke.

Schon nach nur acht Länderspielen rückt der 25 Jahre alte Adler in eine Reihe mit deutschen Torwart-Größen wie Toni Turek, Sepp Maier, Toni Schumacher, Oliver Kahn und Jens Lehmann. "Das ist eine große Herausforderung gerade in einem Land, in dem es in der Vergangenheit so große Torhüter gab", kommentierte die neue Stammkraft im Kasten seine Rolle.