Z: Wernigerode ZS: WR PZ: Wernigerode PZS: WR Prio: höchste Priorität IssueDate: 28.02.2010 23:00:00
Die eigene Bilanz gegen den HV Wernigerode hat Gastgeber HV Ilsenburg im Handball-Klassiker überhaupt, dem Harzer Derby, weiter verbessert. Das mit Spannung erwartete Spiel entschied der HVI mit 30:28 (11:12) für sich. Von Florian Bortfeldt und Ingolf Geßler Ilsenburg. "Theater, Theater" schallte es bei Unterbrechungen nach einem Foul aus den Lautsprechern in der knackevollen Harzlandhalle. Was die 850 Zuschauer allerdings zu sehen bekamen, hatte mit Theatralik nichts zu tun, denn beide Mannschaften boten ein tolles Spiel, das von der Spannung, der Schnelligkeit, aber auch von vielen Fehlern lebte. Beide Teams begannen temporeich, wobei die Gastgeber zunächst vorn lagen (4:3, 7. Minute). Der Tabellenführer aus Wernigerode trumpfte zu Beginn mit schnellen Gegenstößen auf. Mehrfach leitete Schlussmann Wisotzky diese erfolgreich ein. Schon jetzt war aber deutlich zu erkennen, dass Ilsenburg, ohne die Verletzten Abwehrhünen Kausch und Gohlke, mehr investierte. Den Gastgebern war klar, dass sie nur über den Kampf zu einem Heimsieg kommen können. Nach dem 5:5 hieß es 7:5 für den HVI. Die linke Angriffsseite der Gäste mit Hoffmann und Völkel drehte wiederum auf 7:8. Beim HVI fehlte jetzt etwas die Kraft, so dass Wernigerode vorne lag. Beim 9:12 (25.) deutete vieles auf einen klaren Halbzeitvorsprung des HVW. Dieser verpasste es jedoch, mehr Kapital aus der Schwächephase des Gegners zu ziehen. Fahrtmann und Eckardt waren die treibenden Kräfte beim HVI und sorgten für den 11:12-Pausenstand. Alles war wieder völlig offen. In der zweiten Halbzeit suchte HVI-Coach Löwe weiter eine Alternative am Kreis. Scharun sollte im weiteren Verlauf die beste Lösung sein, denn er sorgte mit für die Wende. Zwar war es Rechtsaußen Glage, der den Ausgleich (15:15, 38.) markierte, aber Ilsenburgs Kreisspieler, der dreimal in Folge optimal bedient wurde, baute die Führung aus (21:19). HVW-Coach Lange reagierte mit der Auszeit. Weil seine Spieler danach mehrfach im Angriff scheiterten, unter anderem zweimal vom Siebenmeterpunkt, baute Ilsenburg den Vorsprung aus (25:22). Auf Seiten der Gäste war es in den hektischen Schlussminuten vor allem Köhler, der für seine Farben in die Bresche sprang. Seine Tore nützten jedoch nichts mehr, denn der HVI wollte den Sieg an diesem Tag einfach etwas mehr. Fahrtmann, bester Torschütze des HVI, war es vorbehalten, per Strafwurf zum 30:28-Endstand einzuwerfen. HV Ilsenburg: Gelinski, Reuner, Tischmeyer - Eckhardt (4), Scharun (3), Glage (5), Kunze (1), Dallmann (7), Drechsler, Kays, Stecker (1), Reuner (1), Fahrtmann (8). HVW: Feldmann, Wisotzky - Völkel (4), Göbel (1), Uhlmann (1), Berge (3), Hoffmann (8), Kirchhof, Kaufmann, Nierlein (2), Köhler (9), Ahlsleben, Poetzsch (2), Aschbrenner (1); Siebenmeter: HVI 6/5; HVW 7/3; Zeitstrafen: HVI 3, HVW 7.

   

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