Z: Magdeburg ZS: MD PZ: Magdeburg PZS: MD Prio: höchste Priorität IssueDate: 11.03.2010 23:00:00
Vancouver (dpa). Das Feuer ist zurück: Zwölf Tage nach dem Erlöschen der olympischen Flamme gehen in Vancouver und Whistler die Behindertensportler auf die Jagd nach Gold, Silber und Bronze. Das nur 20 Sportler umfassende deutsche Team, angeführt von seinem Fahnenträger Frank Höfle ("Ich war einfach total überrascht und geehrt, als man mich gefragt hat. Das ist ein geiles Gefühl. Dafür würde ich sogar eine Medaille hergeben."), hat bei den X. Winter-Paralympics vom 12. bis 21. März große Ambitionen. "Diese Paralympischen Spiele sind eine Hochleistungs-Sportveranstaltung, da möchten wir nicht 15. im Medaillenspiegel werden", sagte Chef de Mission Karl Quade.

Dabei glänzt die Leistungsschau der Behindertensportler bei ihrem Jubiläum mit Rekordzahlen: Bei der Eröffnungsfeier am heutigen Freitag (Ortszeit) im BC Place Stadium von Vancouver marschieren Vertreter aus 44 Nationen ein, 507 Sportler kämpfen "mit glühenden Herzen", so das Motto der Spiele, um Sieg und Platzierungen.

Am Mittwoch (Ortszeit) brachte der paralympische Fackellauf, nach acht Tagen quer durch Kanada, das Feuer zurück nach Vancouver. "Wir sind ein Land, das sehr viel für Zugehörigkeit und Zugänglichkeit getan hat. Ich glaube, dass Vancouver die am besten zugängliche Stadt der Welt ist", sagte Sam Sullivan, ehemaliger Bürgermeister der Westküsten-Metropole, beim Eintreffen der Fackelläufer.

Die Wettkämpfe um erstmals 64 Medaillensätze – sechs mehr als vor vier Jahren – versprechen laut Quade ein Hochmaß an Spannung. Durch die Zusammenlegung von Startklassen und weiter gestiegene Professionalisierung sind die Spitzenathleten fast durchweg auf einem Leistungsniveau. "Die Russen sind wieder bärenstark, die Norweger auch, Gastgeber Kanada müsste ebenfalls an der Spitze mitmischen. Die Weltspitze ist ganz eng zusammengerückt", urteilte der frühere Volleyballer.

Vor vier Jahren hatte die damals 35-köpfige deutsche Mannschaft achtmal Gold sowie je fünfmal Silber und Bronze gewonnen und hinter Russland (13/13/7) den zweiten Platz unter 39 Teilnehmerländern belegt.