Z: Magdeburg ZS: MD PZ: Wernigerode PZS: WR Prio: höchste Priorität IssueDate: 14.03.2010 23:00:00
Delhi/Hamburg (dpa). Silberne WM-Plaketten am Hals, "goldene" Aussichten im Gepäck: Als Deutschlands Hockey-Asse nach der gemeinsamen Feiernacht mit dem neuen Weltmeister Australien gestern hundemüde den Flieger in die Heimat bestiegen, war der Frust über den verpassten WM-Hattrick längst dem Wissen über die glänzenden Perspektiven gewichen.

"Natürlich sind wir super-enttäuscht. Aber wir haben mit dem jüngsten aller Teams ein tolles Turnier gespielt. Wenn die Mannschaft dies erkennt, haben wir eine tolle Zukunft vor uns", betonte Kapitän Max Müller. "Absolut stolz" trotz des knappen 1:2 im Finale von Delhi war auch Bundestrainer Markus Weise auf seine Jungstars. Der nach dem Olympiasieg 2008 eingeleitete Umbruch scheint geglückt und die erneute Gold-Mission für London 2012 realistisch.

Durch die Niederlage blieb das noch nie von einem Herren-Team in der WM-Geschichte (seit 1971) geschaffte Titel-Triple auch für die Deutschen unerreicht.

Nach Moritz Fürstes 1:1 (47. Minute) gab es Chancen zum Sieg, doch die favorisierten Australier waren einen Tick cleverer und holten dank Eddy Ockenden (6.) und Luke Doerner (62.) nicht einmal unverdient den ersten WM-Titel seit 1986.