Z: Wernigerode ZS: WR PZ: Wernigerode PZS: WR Prio: höchste Priorität IssueDate: 15.03.2010 23:00:00
Braunlage (rko/ige). Es ist vollbracht! Dank eines 6:2 (4:0, 1:2, 1:0)-Erfolgs bei den Weser Stars und der gleichzeitigen Niederlage des EHC Timmendorfer Strand gegen den neuen Meister aus Rostock sind die Harzer Wölfe in die Play-Offs der Eishockey-Regionalligen Nord und West eingezogen. Der Gegner der Braunlager wird zwischen dem West-Meister Moskitos Essen und Ratingen ermittelt, das erste Spiel haben die Moskitos bereits für sich entschieden.

Die Spannung vor der Partie war bei allen deutlich spürbar, hemmte die Wölfe aber keineswegs. Bereits nach 44 Sekunden traf Kapitän Alexander Deibert zum 0:1, in der Folge hatten die Harzer das Spiel im Griff. Angetrieben von rund 200 mitgereisten Fans, die für Heimspielatmosphäre sorgten, erzwangen die Wölfe bereits im ersten Drittel eine Vorentscheidung. Benjamin Schulz im Powerplay und Christian Schock bauten den Vorsprung auf 3:0 aus. Kurios fiel der vierte Treffer. Nach einem Schuss von Erik Pipp sprang die Scheibe vom Torwart gegen einen Bremer Abwehrspieler und rutschte anschließend dem Keeper durch die Beine.

Trotz klarer Führung war in der Drittelpause Zittern angesagt. Timmendorf hatte im parallel stattfindenden Topspiel nach 1:3-Rückstand im Schlussdrittel ausgeglichen. Ein weiteres Tor der Beach Boys, und die Wölfe wären aus dem Play-Off-Rennen. Dann aber die frohe Kunde: Kurz vor Schluss gelang Rostock das Siegtor, die Wölfe hatten wieder alles in eigener Hand.

Die Harzer erhöhten prompt durch Christian Schock zu Beginn des Mitteldrittels auf 5:0, danach ließ die Konzentration jedoch etwas nach. Ein Doppelpack beflügelte die Weser Stars, Wölfe-Keeper Tobias Bannach musste mehrfach sein ganzes Können aufbieten.

Im Schlussdrittel kämpften die Gastgeber zwar weiter um den Anschluss, die Harzer standen nun aber wieder sicherer. Mit Schulz‘ Treffer zum 6:2 war der Sieg endgültig in trockenen Tüchern. Der Rest war Party pur, denn das große Ziel Play-Offs war erreicht. Hier müssen die Harzer unabhängig vom Gegner zuerst auswärts ran, das Heimspiel findet Sonntag, 21. März, ab 19 Uhr im Wurmbergstadion statt.

Torfolge: 0:1 Deibert (0:44), 0:2 Schulz (5-4/6:12), 0:3 Schock (9:18), 0:4 Pipp (16:12), 0:5 Schock (5-4/21:04), 1:5 Kerkau (25:31), 2:5 P. Schön (29:23), 2:6 Schulz (55:46); Strafen: Weser Stars 12 + 10 für I. Schön - Wölfe 6 + 10 für Schulz; Zuschauer: 578.