Z: Magdeburg ZS: MD PZ: Wernigerode PZS: WR Prio: höchste Priorität IssueDate: 18.03.2010 23:00:00
Barcelona (dpa). Vorgeführt, gedemütigt, ratlos: Nach dem 0:4-Debakel beim schier übermächtigen FC Barcelona schlichen die Profis des VfB Stuttgart wie benommen vom Rasen des Camp Nou-Stadions. Während über 80 000 Fans des Titelverteidigers die epische Barça-Hymne anstimmten, Lionel Messi für seine zwei Tore feierten und schon vom Champions-League-Finale im Stadion des Erzrivalen Real Madrid träumten, wirkten die Schwaben, als passten sie nicht hinein in diese Fußball-Welt.

"Wir konnten einfach nichts machen. Die waren viel zu stark", sagte Stefano Celozzi. Er klang dabei so, als wäre er einer Naturgewalt ausgesetzt gewesen.

Der VfB erhielt bei seinem Achtelfinal-Aus eine Lehrstunde und musste erfahren, dass er von der europäischen Spitze noch viel weiter entfernt ist als nach seiner starken Leistung beim 1:1 im Hinspiel gedacht. Die Stuttgarter haben nun auch Angst vor den möglichen Folgen dieser Vorführung: Ein Einbruch in der Liga etwa und dass der Abend im Camp Nou der letzte internationale Auftritt für längere Zeit gewesen sein könnte. Während die meisten von ihnen wie Manager Horst Heldt ("Ein Klassenunterschied") oder Cacau ("Wir haben nicht mal richtig dagegengehalten") auf das 0:4 ähnlich ernüchtert reagierten wie Celozzi, blickte Trainer Christian Gross fast trotzig nach vorn: "Wir müssen jetzt unseren Stolz zeigen. Diese Niederlage darf nicht zu einem Leistungsabfall führen."

Der Schweizer weiß, dass Barcelona und vor allem der überragende Weltfußballer Messi nicht der Stuttgarter Maßstab sind. Das 1:0 und 3:0 (13./60.) schoss der Argentinier selbst, das 2:0 durch Rodriguez (22.) leitete er ein. Nur am 4:0 von Bojan Krkic (89.) war Messi nicht beteiligt.