Z: Wernigerode ZS: WR PZ: Wernigerode PZS: WR Prio: höchste Priorität IssueDate: 21.03.2010 23:00:00
TSV Wasserleben und Olympia Schlanstedt sind die Gewinner des 22. Spieltages in der Fußball-Harzoberliga. Die Wasserlebener entschieden das Topspiel gegen Askania Ballenstedt zu ihrem Gunsten, die Schlanstedter setzten ihre Aufholjagd zur Tabellenspitze mit einem klaren 5:1-Sieg in Darlingerode fort.

Wernigerode. Im Tabellenkeller schöpfte der SV Grün-Gelb Ströbeck durch den Sieg beim TSV Zilly noch einmal Hoffnung im Kampf um den Klassenerhalt. Drei wichtige Zähler erkämpfte sich auch der Blankenburger FV II. Ganz ohne Absagen ging auch dieser Spieltag nicht über die Bühne. Die Begegnungen in Elbingerode (gegen SV Veckenstedt) und Cattenstedt (gegen Grün-Weiß Rieder) fielen den schlechten Platzverhältnissen zum Opfer und dürften die Sorgenfalten von Staffelleiter Hansi Kunze im Hinblick auf die verfügbaren Nachholtermine weiter vergrößern.

TSV 09 Wasserleben –

Askania Ballenstedt2:1 (0:1)

Die Gastgeber hatten mit einigen Personalsorgen zu kämpfen. Nach mehreren kurzfristigen Absagen mussten zwei Spieler (Meyer, Feuerstack) wegen Verletzung bzw. Krankheit frühzeitig vom Feld. Die zweite Auswechslung nutzten die Ballenstedter geschickt aus, Felix Hildebrandt traf nach einem schnell ausgeführten Freistoß zur 0:1-Führung. Fortan war der Gastgeber um mehr Offensivakzente bemüht. In der Schlussphase der ersten Halbzeit ergaben sich dann auch folgerichtig auch einige gute Chancen. Wurde Nick Festerling in der 35. Minute noch bei einem Alleingang gestoppt, so ließ er dem Gästekeeper kurz vor der Pause nach Freistoß von Jan Blankenburg per Kopfball keine Abwehrchance. Auch nach Wiederanpfiff verlief die Partie zunächst ausgeglichen. Ein Handspiel im Ballenstedter Strafraum nutzte dann erneut Festerling zum Führungs- treffer. In der Schlusshase drängte der FSV Askania auf den Ausgleich, doch zunächst ließen die Wasserlebener Dennis Dickehut (86. Pfosten) und Christian Fengler (88.) zwei klare Konterchancen aus. In der Schlussminute verhinderten TSV-Keeper André Komor mit einer tollen Parade und dann das Aluminium nach einem Kopfball von Alexander Riebe den Ausgleich.

Torfolge: 0:1 Felix Hildebrandt (26.), 1:1, 2:1 Nick Festerling (44., 35. FE); Schiedsrichter: Uwe Wille (Dingelstedt);

SV Darlingerode/Drübeck –

Olympia Schlanstedt1:5 (1:1)

Die Schlanstedter hinter- ließen vom Anpfiff weg den besseren Eindruck und überzeugten mit der größeren Cleverness und druckvollem Spiel nach vorn. Die Gastgeber erlaubten sich dagegen eine Vielzahl von Abwehrfehlern und luden den SV Olympia förmlich zu Großchancen ein. Nach dem schnellen Führungstor durch Nicky Dalibor versäumten es die Schlanstedter jedoch, einen vorentscheidenden zweiten Treffer nachzulegen. Stattdessen glich die Heimelf kurz vor der Pause durch Philipp Brandl aus. An den Kräfteverhältnissen änderte dieser Treffer allerdings nichts, denn auch nach dem Seitenwechsel blieb der SV Olympia das spielbestimmende Team. Binnen drei Minuten brachten Marcel Bauermeister nach langem Flugball und Stephan Krull mit einem 25-Meter-Freistoß die Schlanstedter auf Siegkurs. Nur kurze Zeit später stellten erneut Krull und Christoph Kraut nach krassen Abwehrfehlern den 5:1-Endstand her. Referee Thomas Küppers hatte mit der Leitung der Partie nach Ansicht beider Vereine einige Probleme.

Torfolge: 0:1 Nicky Dalibor (5.), 1:1 Philipp Brandl (40.), 1:2 Marcel Bauermeister (51.), 1:3, 1:4 Stephan Krull (54., 61.), 1:5 Christoph Kraut (68.); Schiedsrichter: Thomas Küppers (Emersleben);

Germania Groß Quenstedt –

SG Dankerode 0:0

Beiden Mannschaften war die lange Winterpause und die fehlende Spielpraxis deutlich anzumerken. Spielerisch lief in der schwachen Partie nur wenig zusammen, auch hochkarätige Chancen waren absolute Mangelware. Die einzige Möglichkeit im ersten Spielabschnitt hatte Dankerodes René Döllner, doch Germania-Keeper Tim Rautenstrauch verhinderte mit einer tollen Parade einen Rückstand des TSV. Auch sein Gegenüber im Dankeröder Tor, Maik Seiffert, hinterließ bei den wenigen Schüssen und Flanken einen sicheren Eindruck. Im zweiten Spielabschnitt erarbeitete sich der TSV Germania mit Wind- unterstützung zwar die größeren Spielanteile, konnte sich aber, ähnlich wie im ersten Durchgang, keine vielversprechenden Chancen heraus- spielen. So blieb es bis zum Abpfiff beim torlosen und leistungsgerechten Unentschieden.

Torfolge: Fehlanzeige; Schiedsrichter: Steffen Ehrhardt (Wernigerode);

Fortuna Halberstadt –

FSV G-W Ilsenburg II 5:1 (2:0)

Im ersten Spiel nach der langen Winterpause holten die Fortunen einen hochverdienten "Dreier". Die Kreisstädter übernahmen von Beginn an das Kommando. Nach Vorlage von Ronny Peine brachte David Hennig die Platzherren in Führung (14.). Zwei Minuten später traf Sebastian Radau nur die Querlatte des Ilsenburger Tores. In der 30. Minute hatten die Grün-Weißen ihre erste Chance, die Fortunas Keeper Dennis Neitzel entschärfte. Peine sorgte dann mit einem direkt verwandelten Freistoß für das 2:0. Auch nach der Halbzeit waren die Platzherren tonangebend, nach gutem Zuspiel von Peine sorgte Sandy Kaczmarek für die Entscheidung. Beim 4:0 hatte Peine die nötige Portion Glück, als er vom Torwart der Gäste angeschossen wurde und der Ball im Tor landete. Die Angriffsbemühungen der Ilsenburger belohnte Christian Gaede in der 67. Minute mit dem Ehrentreffer, doch den Schlusspunkt setzte erneut der überragende Peine. Der Mittelfeldstratege verwandelte einen Foustrafstoß zum 5:1-Endstand und war damit an allen fünf Fortuna-Treffern beteiligt.

Torfolge: 1:0 David Hennig (14.), 2:0, 4:0, 5:1 Ronny Peine (33., 65., 75. FE), 3:0 Sandy Kaczmarek (57.), 4:0 Ronny Peine (65.) 4:1 Christian Gaede (67.); Schiedsrichter: Hans-Joachim Walter (Elbingerode);

Blankenburger FV II –

SV 1920 Ermsleben 5:0 (2:0)

Mit einem klaren Sieg gegen Aufsteiger SV Ermsleben rehabilitierte sich die BFV-Reserve für die deftige Heimschlappe gegen Olympia Schlanstedt. Vor allem in der Einstellung und Moral zeigten sich die Blankenburger gegenüber der Vorwoche deutlich verbessert. Spielerisch blieben noch einige Wünsche offen. In der Anfangsphase hielten die Erms- lebener auf dem ungewohnten Kunstrasen noch ordentlich dagegen, doch Maik Wein- hauer nutzte eine der ersten Möglichkeiten der Platzherren per Kopf zur 1:0-Führung. Nach einem schönen Lupfer von Christopher Duckeck erhöhte der stark aufspielende Thomas Blume noch vor der Pause auf 2:0. Nach Wieder- anpfiff legte erneut Duckeck zum 3:0 für Daniel Rudolph auf, kurz darauf standen die Ermslebener nach der Ampelkarte für Hebes nur noch mit zehn Mann auf dem Platz. Die Blankenburger hatten in der Folge zahlreiche gute Möglichkeiten, doch erst in der Schlussphase legten Ralf Seidel und erneut Blume zum 5:0-Endstand nach. Beim Gastgeber wirkte sich vor allem das Mitwirken der Routiniers Ronald Fischbach, Steffen Meinecke und Ralf Seidel positiv auf das Spiel aus.

Torfolge: 1:0 Maik Weinhauer (12.), 2:0, 5:0 Thomas Blume (33., 90.), 3:0 Tobias Rudolph (58.), 4:0 Ralf Seidel (83.); Schiedsrichter: Lutz Siebert (Quedlinburg); bes. Vorkommnisse: Gelb-Rote Karte für Hebes (Ermsleben) wegen wdh. Foulspiel (60.).

TSV Zilly 1911 –

Grün-Gelb Ströbeck 0:1 (0:0)

Während das Tabellenschlusslicht aus Ströbeck mit einem glücklichen Auswärtssieg den Hoffnungsfunken auf den Klassenerhalt am Leben erhält, rutschte der TSV Zilly durch die vermeidbare Niederlage wieder tief in den Abstiegstrudel hinein. Dabei hatten die Platzherren in der Anfangsphase eindeutig mehr vom Spiel, haderten aber einmal mehr mit der alt bekannten Abschlussschwäche. Zahlreiche gute Möglichkeiten blieben ungenutzt, auch die vielen Standardsituationen brachten nichts Zählbares ein. Mit zunehmender Spieldauer standen die Ströbecker in der Abwehr immer sicherer und ließen kaum noch Chancen zu. Mit schnellen Tempogegenstößen brachten sie ihrerseits die Abwehr des TSV Zilly mehrfach in Bedrängnis. Zu Beginn des zweiten Durchgangs hatte der Gastgeber erneut zwei Riesengelegenheiten zur Führung, doch Daniel Harsdorf und Hendrik Heicke vergaben jeweils in aussichtsreicher Position. Entweder verfehlten sie aus Nahdistanz das Tor oder zögerten zu lange beim Abschluss. Und so kam es wie so oft im Fußball, die Grün-Gel- ben bestraften das Auslassen der Chancen mit dem Sieg- treffer. Roy Bartels sprang das Leder nach einem Flugball vor die Füße und im Fallen beförderte der Ströbecker den Ball über die Linie. "Aufgrund der kämpferischen Leistung war der Sieg am Ende nicht unverdient", gestand Zillys Trainer Matthias Mai.

Tor: 0:1 Ronny Bartels (75.); Schiedsrichter: Norbert Michael (Rodersdorf).