Z: Magdeburg ZS: MD PZ: Magdeburg PZS: MD Prio: höchste Priorität IssueDate: 23.03.2010 23:00:00
Samswegen. Vor vier Jahren und vor drei Jahren deutscher Meister, vor zwei Jahren Bronze, im Vorjahr Zweiter und aktuell Dritter der Bundesliga-Nordgruppe – die Gewichtheber des SSV 1884 Samswegen mischen zwar weiter in der oberen Hälfte der Bundesliga mit, haben jedoch ihr vor sieben Monaten formuliertes Saisonziel verfehlt. Und das hieß Gruppensieg und Finalteilnahme.

Die Hauptursachen sind drei nicht aufgegangene Personalien: Der mit viel Vorschusslorbeer angekündigte lettische Olympiazweite im Superschwergewicht von Peking, Victors Scerbatis, ließ sich nie in Samswegen blicken. Statt dessen 190 Zählern musste Florian Altmann mit durchschnittlich 100 Punkten nachrücken. Zweiter Ausfall war Thomas Hoog, der anfangs wegen einer Schulter-, später wegen einer Sprunggelenk-Verletzung nur einmal zum Einsatz kam – statt eingeplanter 135 Punkte brachte Eduard Schröder 95 Zähler ein. Schließlich "Totalausfall" Nestor Sidnikow. Der 22-Jährige aus Speyer wurde nur einmal in Samswegen gesichtet, fehlte dann beständig mit fadenscheinigen Begründungen – vorsichtshalber mit nur 120 Punkten eingeplant, musste schließlich Steve Wohl mit 110 Punkten ran. Insgesamt fehlten den "Kränen aus der Börde" insgesamt rund 140 Zähler am Mannschaftsergebnis.

Fazit: Zur Samsweger Saisonbestleistung von 728,8 Punkten die "fehlenden" 140 addiert, wäre das Sextett aus dem Bördekreis mit 870 Punkten Gruppensieger geworden und hätte am 1. Mai als Gastgeber mit dem Chemnitzer AC um den Meistertitel gehoben.

"Wir haben aus den vielen personellen Ungereimtheiten der zurückliegenden Saison das Beste gemacht", lautet deshalb die Analyse von Samswegens Sportlichem Leiter Wolfgang Weber. "Zurzeit laufen unsere Bemühungen darauf hinaus, die Mannschaft für die kommende Saison zu formieren. Dann wollen wir wieder Staffelsieger werden."