Z: Wernigerode ZS: WR PZ: Wernigerode PZS: WR Prio: höchste Priorität IssueDate: 25.03.2010 23:00:00
Turin (dpa). Für Aljona Savchenko und Robin Szolkowy heißt das Zauberwort Sotschi. "Wir wollen noch einmal bei Olympia 2014 um Gold kämpfen", fasste Trainer Ingo Steuer den gemeinsamen Entschluss des Trios nach einer kämpferischen und mitreißenden Kür zur Silbermedaille bei den WM in Turin zusammen. Mit ihrer besten Saisonleistung zur Filmmusik "Jenseits von Afrika" begeisterten sie Publikum und Liebhaber der Eiskunst – die fehlende Umdrehung beim Toeloop der 26-jährigen Savchenko war kaum ein Makel. Das Preisgericht musste sie vor Yuko Kawaguti/Alexander Smirnow (Russland) platzieren – Gold hatten sie bereits mit einem Patzer im Kurzprogramm an die Chinesen Pang Qing/Tong Jian verloren.

"Das letzte Programm war fantastisch und sehr entscheidend für die Zukunft", sagte der 30 Jahre alte Szolkowy. Die Erfahrungen in diesem Jahr mit privaten Problemen, Krankheiten und mehrmals gebrochenen Kufen seien ein Lehrjahr gewesen: "Wir haben vorher fast automatisch jeden Wettkampf gewonnen. Die Höhen und Tiefen durchzustehen, ist für uns als Paar, als Sportler und als Menschen wichtig."

Der ruhige Sachse mit dem flüssigen Laufstil legte großen Wert darauf, das Gerücht auszuräumen, er hätte zu weiteren Karriere Schritten erst überredet werden müssen. Es habe keine Diskussionen gegeben. Im Gegenteil: "Wir wussten es schon in Vancouver nach der Bronzemedaille – Sotschi ist der nächste Abschnitt." Und Savchenko ergänzt: "Wir laufen ja auch noch nicht so lange zusammen. Gute Paare müssen reifen", sagte Savchenko. Das verflixte siebte Jahr haben die Olympia-Dritten immerhin mit Silber gekrönt.