Z: Wernigerode ZS: WR PZ: Wernigerode PZS: WR Prio: höchste Priorität IssueDate: 30.03.2010 22:00:00
457 Zuschauer waren am vergangenen Sonnabend in die Harzlandhalle Ilsenburg gekommen, um das erste Bundesliga Playoff-Halbfinalspiel zwischen den Red Devils und dem UHC Sparkasse Weißenfels zu erleben. Insgeheim hatten die Gastgeber mit etwas mehr Besuchern gerechnet, doch der Ferienbeginn und der für die Devils ungewohnte Heimspieltag machten einen kleinen Strich durch diese Rechnung.

Wernigerode (mvo/fbo). Nichtsdestotrotz lieferten beide Mannschaften ein temporeiches, hochklassiges und spannendes Spitzenspiel. Die Gäste präsentierten sich im ersten Drittel routinierter und drängten die Gastgeber zunächst ein wenig in die Defensive. Die Weißenfelser ließen sich die bietenden Chancen nicht entgehen und gingen in Führung (13.). Bis zur ersten Drittelpause legten die Gäste nach, so dass die Red Devils einem 0:3-Rückstand nach den ersten zwanzig Minuten hinterher liefen. Doch sie meldeten sich im zweiten Drittel zurück: Zunächst verkürzte Adam Karlsson durch einen Doppelschlag zum 2:3 und Lisiecki gelang sechs Sekunden vor Ablauf des zweiten Abschnittes der 3:3-Ausgleich.

Zu Beginn des Schlussdrittels bebte die Harzlandhalle Ilsenburg: Ramon Ibold schoss die teuflischen Hausherren zum ersten Mal in dieser Partie mit 4:3 in Führung. Diese wurde postwendend von Bernieck durch einen verwandelten Penalty zum 4:4-Ausgleich beantwortet. Nur wenige Sekunden später schoss Böttcher die Weißenfelser wieder in Führung. Vier weitere Minuten waren gespielt, als aus einer turbulenten Situation vor dem Weißenfelser Tor nun ein Penalty für die Red Devils die Folge war. Diesen verwandelte Juha-Pekka Kuittinen zum 5:5-Ausgleich. In den verbleibenden Minuten erlebten die Zuschauer ein nervenaufreibendes Spektakel. Zunächst schoss Bernieck den UHC Sparkasse Weißenfels knapp zwölf Minuten vor Spielende mit 6:5 in Führung, doch "last seconds Knipser" Ramon Ibold steuerte mit dem Treffer zum 6:6-Ausgleich wieder einmal ein wichtiges Tor für die Red Devils bei.

Mit diesem Unentschieden mussten beide Mannschaften schließlich in die maximal zehnminütige Verlängerung. Hier hatten zunächst die Red Devils einige Chancen, die Partie für sich zu entscheiden: In der fünften Minute der Overtime hatte Robert Müller, frei vor dem Weißenfelser Tor stehend, wohl die größte Chance. Doch genau 53 Sekunden vor Ablauf der Verlängerung war es Carigiet, der den Ball zum 7:6-Sudden Death-Sieg des UHC im Kasten der Devils versenkte. Damit führen die Weißenfelser in der "best of three"-Wertung mit 1:0. Das zweite Duell steht am 10. April in Weißenfels an. Ein mögliches drittes Entscheidungsspiel würde am 11. April auch in Weißenfels stattfinden.

Torfolge: 0:1 Martin Brückner (12:29), 0:2 Sebastian Bernieck (14:26), 0:3 Johannes Tauchlitz (17:46), 1:3 Adam Karlsson (29:39), 2:3 Adam Karlsson (39:30), 3:3 Ralf Lisiecki (39:54), 4:3 Ramon Ibold (41:29), 4:4 Sebastian Bernieck (42:33), 4:5 Tim Böttcher (43:55), 5:5 Juha-Pekka Kuittinen (47:33), 5:6 Sebastian Bernieck (48:17), 6:6 Ramon Ibold (57:40), 6:7 Marco Carigiet (69:07); Strafen: Devils 1 - Weißenfels 1; Schiedsrichter: Kalow/Döring (Genthin); Zuschauer: 457.