Z: Wernigerode ZS: WR PZ: Wernigerode PZS: WR Prio: höchste Priorität IssueDate: 05.04.2010 22:00:00
Einen Wechsel an der Tabellenspitze brachte Teil eins der Nachholspiele in der Fußball-Harzoberliga über die Osterfeiertage. Askania Ballenstedt löste den SV Veckenstedt durch einen 3:0-Sieg im direkten Duell an der Spitze ab.

SV Veckenstedt –

Askania Ballenstedt0:3 (0:2)

In den ersten 25 Minuten entwickelte sich ein tolles und von beiden Seiten offensiv geführtes Spiel, dass jedoch vom kleinlich pfeifenden Referee mit vier Gelben Karten nach nur acht Minuten stark beeinflusst war. Die Heimelf hatte durch Denny Laue eine gute Chance zur Führung, der erste Treffer fiel jedoch durch Christian Reuß für die Gäste. Der Knackpunkt im Spiel folgte nach 40 Minuten: Nach einem Zusammenprall zweier Veckenstedter blieb Oliver Franz verletzt am Boden liegen. Doch weder die Gäste noch der Referee unterbrachen das Spiel. Der FSV nutzte die Verwirrung zum 2:0 und zu allem Überfluss sah Denny Laue wegen Meckern die Gelb-Rote Karte. Trotz Unterzahl spielte der Gastgeber weiter nach vorn, Carsten Seiler (56. Kopfball) und Patrick Knoche (74. Freistoß) verpassten jedoch den Anschlusstreffer. Als Danny Bollmann nach Schiri-Beleidigung auch noch die Rote Karte sah, machten die Gäste mit einem Konter alles klar.

Torfolge: 0.1, 0:2 Christian Reuß (26., 34.), 0:3 Jan Fesser (90.+2); Schiedsrichter: David Kawitzke (Rhoden); bes. Vorkommnisse: Gelb-Rote Karte für Denny Laue wegen Meckern (35.), Rote Karte für Danny Bollmann (beide Veckenstedt) wg. Schiri-Beleidigung (72.).

SG Dankerode –

TSV Wasserleben3:1 (0:0)

Beide Teams trugen zu einem gutklassigen Spiel bei. Die Dankeröder begannen druckvoll, ein erster Warnschuss von David Rennecke wurde von Gästekeeper André Komor pariert. Die Wasserlebener konnten sich mit zunehmender Spieldauer immer mehr vom Druck befreien, blieben aber in Tornähe zu harmlos. Auf der anderen Seite wurde ein Freistoß von Matthias Beier an das Lattenkreuz gelenkt, auch Fernschüsse von Beier und Schindler parierte Komor. Zu Beginn der zweiten Halbzeit nahm Wasserleben das Zepter in die Hand. Nun musste auch SG-Torhüter Maik Seifert mehrfach sein Können unter Beweis stellen. Einen Schuss von Matthias Theunert lenkte er an die Latte (57.), beim 16-Meter-Freistoß von Benjamin Bröder nach Foul an Reulecke war er aber machtlos. Die Dankeröder benötigten einige Minuten, um sich von diesem Schock zu erholen. In der Schlussviertelstunde geriet Gästekeeper Komor wieder in den Mittelpunkt, erst ein Foul- elfmeter, verwandelt von SG-Keeper Seifert, überwand den TSV-Schlussmann. Die Dankeröder waren aber noch nicht zufrieden und wendeten durch Tore von Tino Schindler sowie Mario Dickehut per Eigentor, nach Freistoß von Matthias Beier, noch das Blatt.

Torfolge: 0:1 Benjamin Bröder (63.), 1:1 Maik Seifert (78. FE), 2:1 Tino Schindler (87.), 3:1 Mario Dickehut (90.+1 Eigentor); Schiedsrichter: Thomas Küppers (Emersleben).

Germania Groß Quenstedt –

TuS Elbingerode2:0 (1:0)

Die Elbingeröder erwischten den besseren Start, Angriff auf Angriff rollte auf das TSV-Gehäuse. Keeper Tim Rautenstrauch erwies sich aber einmal mehr als sicherer Rückhalt und verhinderte mit tollen Paraden einen Rückstand. Erst Mitte der ersten Halbzeit kam auch der Gastgeber besser ins Spiel und nutzte seine erste Möglichkeit prompt zur Führung. René Kruse verwandelte einen Freistoß unhaltbar zum 1:0-Pausenstand. Nach Wiederanpfiff spielte der Gastgeber deutlich aggressiver und verdiente sich im Nachhinein die Führung. Trotz einiger guter Chancen dauerte es bis zur 87. Minute, ehe Neuzugang Marcel Michka nach Ablage von Marko Stibane mit dem Treffer zum 2:0 alles klar machte.

Torfolge: 1:0 René Kruse (34.), 2:0 Marcel Michka (87.); Schiedsrichter: René Meinold (Thale).

SV Grün-Gelb Ströbeck –

SV Darlinger./Drüb,2:3 (2:2)

Eine tolle erste Halbzeit mit sehenswerten Kombinationen, vier Treffern und packenden, aber jederzeit fairen Zweikämpfen, sahen die Zuschauer in Ströbeck. Christoph Pinta schoss die Gäste mit einem Lupfer bereits nach fünf Minuten in Führung, doch Ströbeck hatte die passende Antwort parat. Lars Bergmann belohnte die Druckphase der Heimelf mit dem Kopfballtreffer zum 1:1. Nur drei Minuten später ging der Gastgeber durch ein Eigentor von Thomas Gelhaar in Führung. Der gleiche Spieler machte seinen Vopat noch vor der Pause wett und glich mit sattem Schuss zum 2:2 aus. Nach der Pause verflachte die Partie. Viele versteckte Fouls und Meckereien mit dem Schiedsrichter hatten den Vorrang. Die Folge waren insgesamt sieben Gelbe Karten sowie Gelb-Rot gegen Ströbecks Martin Panterodt. Sieben Minuten vor Schluss erzielten die Gäste den glücklichen Siegtreffer. Auf der anderen Seite haderten die Ströbecker mit dem Schiedsrichter, der ein Handspiel im Darlingeröder Strafraum nicht ahndete.

Torfolge: 0:1 Christoph Pinta (5.), 1:1 Lars Bergmann (12.), 2:1, 2:2 Thomas Gelhaar (15. Eigentor, 41.), 2:3 Julius Friedrich (83.); Schiedsrichter: Ingolf Richter (Thale); bes. Vorkommnisse: Gelb-Rote Karte gegen Martin Panterodt (Ströbeck).

Blankenburger FV II –

FSV G-W Ilsenburg II1:6 (1:1)

Im Duell der beiden Reserveteams lieferten die Blankenburger eine enttäuschende Vorstellung ab. Die Gäste waren bereits vor der Pause das bessere Team, verpassten es allerdings, eine höhere Führung herauszuschießen. Stattdessen kassierte der FSV den Ausgleich. Ein umstrittener Hand- elfmeter brachte die Ilsenburger erneut auf die Siegerstraße. Da die Heimelf in der Folge mehr mit einigen umstrittenenen Entscheidungen des Referees haderte, statt sich gegen die drohende Niederlage aufzubäumen, schossen die Gäste in einer insgesamt schwachen Partie noch einen deutlichen Sieg heraus.

Torfolge: 0:1, 1:5 Nils Maneke (12., 68.), 1:1 Thomas Blume (33.), 1:2 Pascal Dreher (55. HE), 1:3, 1:6 Olaf Siegl (59., 90.), 1:4 Christian Sulkowsky (60. FE); Schiedsrichter: Uwe Hübner (Wernigerode).

SV 1920 Ermsleben –

Fortuna Halberstadt 1:3 (0:2)

Die Ermslebener hatten sich für das erste Heimspiel des Jahres viel vorgenommen. Nach der hohen Niederlage in Dankerode war der Mannschaft jedoch die Verunsicherung anzusehen. Die Fortuna überzeugte mit geradlinigem Spiel, Ronny Peine traf mit unhaltbarem 20-Meter-Schuss zur verdienten Führung. Nur neun Minuten später landete der Ball nach einer verunglückten Abwehr erneut bei Peine, der sich die Chancen zum 0:2 nicht nehmen ließ. Die Entscheidung fiel nach Wiederanpfiff, als die Ermslebener durch den Treffer von Christian Krebs kalt erwischt wurden. Erst danach kam auch der Tabellenvorletzte besser ins Spiel und hatte durch Kai Horenburger die erste hochkarätige Chance (59.). Durch die Rote Karte von Sandy Kaczmarek wegen Nachtreten schöpfte die Heimelf noch einmal Hoffnung. Mehr als das 1:3, das Tom Förster erzielte, gelang den Erms- lebenern allerdings nicht. Die letzte Chance zur möglichen Aufholjagd vergab Iven Schaal (79.).

Torfolge: 0:1, 0:2 Ronny Peine (24., 33.), 0:3 Christian Krebs (48.), 1:3 Tom Förster (69.); Schiedsrichter: Siegbert Suchalla (Blankenburg); bes. Vorkommnisse: Rote Karte für Sandy Kaczmarek (Fortuna HBS) wegen Nachtreten (62.).

TSV Zilly 1911 –

Cattenstedter SV2:2

Der Punkt hilft im Abstiegskampf momentan wohl eher dem TSV Zilly weiter. Während die Heimelf den Vorsprung auf die Abstiegsränge auf fünf Zähler ausbaute, rangieren die Cattenstedter weiter auf dem letzten Tabellenplatz. Ein Spielbericht wurde vom Gastgeber nicht gemeldet.

Torfolge: nicht gemeldet; Schiedsrichter: Lutz Siebert (Quedlinburg).