Z: Wernigerode ZS: WR PZ: Wernigerode PZS: WR Prio: höchste Priorität IssueDate: 06.04.2010 22:00:00
Der SC Heudeber kam im Nachholspiel gegen den SV Concordia Nachterstedt nicht über ein 1:1 hinaus. Im Spiel gegen das Team aus dem Tabellenkeller hatte sich der Gastgeber durchaus mehr vorgenommen.

Heudeber (wie/fbo). Der SC Heudeber wollte gegen den Abstiegskandidaten unbedingt den Sieg aus dem Hinspiel wiederholen und so Anschluss zu Spitzenreiter ZLG Atzendorf halten. Dies gelang nicht. Die Vorharzer fanden in keiner Phase dieser schwachen Landesklassenpartie ins Spiel und enttäuschten ihre Fans. Das Fehlen zahlreicher Stammkräfte wie Nippert, Koenne, Schönfelder (alle gesperrt), Schliephacke, Wiedenbach (beide verletzt) sowie Regber (Arbeit) soll dabei nicht als Entschuldigung herangezogen werden, denn auch die Elf die auf dem Platz stand, kann besseren Fußball spielen.

Die Gäste wussten um ihre Platzierung und wollten punkten, bereits in der Anfangsphase musste SC-Keeper Hoffmeister Kopf und Kragen riskieren, um einen Freistoß von Paul an den Pfosten zu lenken (5.). Später kam Nachterstedts Hampe zweimal unbedrängt zum Kopfball (11., 13.). Im weiteren Verlauf hatte der Gastgeber eine aussichtsreiche Möglichkeit, dem Spiel einen anderen Verlauf zu geben, denn nach einem Foul von Bothe an Hartmann gab es Strafstoß. Hamburger schoss allerdings zu unplatziert und Concorden-Keeper Volk wehrte mit dem Fuß ab (17.). Als ein Freistoß von Zawihowski an den Pfosten klatscht, war es das zunächst mit Tormöglichkeiten für die Gastgeber (27.). Die Abwehr des SC wirkte unsicher und sorglos: Nach einer Flanke von links kam Wiedemann unbedrängt zum Kopfball, Keeper Hoffmeister konnte den Ball nur noch ins eigene Netz abwehren – das 0:1 für den Tabellenvierzehnten.

Nach dem Wechsel hofften die einheimischen Fans auf die Wende. Die schien zu kommen. Gleich nach Wiederanpfiff nutzte Hamburger ein Durcheinander in der Gästeabwehr und schoss aus Nahdistanz ein. In der Folgezeit war zwar ein Bemühen erkennbar, doch das Zusammenspiel war zu hektisch und zu ungenau. Passend zu den Osterfeiertagen wurde es auch noch "farbenfroh". Es gab zahlreiche gelbe Karten, die zumeist dem eigenen Frust zuzuschreiben waren.

Nennenswert war nur noch die Großchance der Gäste zum Siegtreffer. Der an diesem Tag unsicher wirkende Steiner vertendelte den Ball, nach Doppelpass tauchte Concorde Winderlich allein vor dem Tor auf. Jedoch recht kläglich schoss er danach am Tor der Heudeberaner vorbei (90.). Kurz darauf beendete Schiedsrichter Alexander Schulz das wenig sehenswerte Gekicke.

SC 1919 Heudeber: Hoffmeister - Fichtner, Steiner, Nerlich, Perplies, Hartmann, Hamburger, Lorenz, Zawihowski, Könnecke, Knittel (76. J. Nippert);

Torfolge: 0:1 Felix Wiedemann (35.), 1:1 Kevin Hamburger (46.); Schiedsrichter: Alexander Schulz (Thale); Zuschauer: 80.