Z: Magdeburg ZS: MD PZ: Wernigerode PZS: WR Prio: höchste Priorität IssueDate: 07.04.2010 22:00:00
Wolfen. Der 1. FC Magdeburg kann doch noch gewinnen: Der zuletzt arg gebeutelte Fußball-Regionalligist feierte gestern Abend beim 6:1 (2:0) im Landespokal-Achtelfinale beim biederen und harmlosen Verbandsligisten Grün-Weiß Wolfen den ersten Pflichtspielsieg 2010, der auch in dieser Höhe verdient ausfiel.

Die Partie nahm von Anfang an den erwarteten Verlauf. Der FCM war die spielbestimmende Elf, Wolfen zog sich meist weit zurück, wartete auf Konter. Chancen für die Gäste ergaben sich – wenn überhaupt – nur nach Standardsitua- tionen (Fuchs-Freistoß an den Pfosten/6.). Zählbares sprang zunächst auch deswegen nicht heraus, weil sich der Regionalligist zu viele Fehlpässe leistete beziehungsweise zu oft ins Abseits lief.

Nach 24 Minuten war aber der Bann dann doch gebrochen. Nach einem Racanel-Eckball ließ Friebertshäuser Wolfens Keeper Hahn per Kopf keine Chance – 0:1.

Doch es sollte noch besser kommen für die Blau-Weißen: Nach einer Tüting-Vorlage erhöhte der diesmal nicht im Abseits stehende Vujanovic volley zum 0:2 (29.). Der Favorit hatte dem Außenseiter und Angstgegner frühzeitig den Zahn gezogen. Als in der 45. Minute der bereits zuvor verwarnte Sponer wegen einer "Schwalbe" Gelb-Rot sah, befand sich der Club endgültig auf der Gewinnerstraße.

Nach 55 Minuten schien es noch einmal spannend zu werden, als die Platzherren durch Weimann auf 1:2 verkürzten. Doch Fuchs stellte wenig später den alten Abstand wieder her (60.).

Bei Wolfen brachen nun alle Dämme, wurde die Defensive sträflich vernachlässigt. So sorgten Tüting und Wolf per Doppelschlag für das 1:4 beziehungsweise 1:5 (69./71.).

Dass kein zweistelliges Ergebnis zustande kam, hatte der FCM selber zu verantworten. Gleich reihenweise wurde sogenannte hundertprozentige Möglichkeiten mitunter kläglich vergeben. Nur noch Watzka traf zum 1:6-Endstand (88.).

Wolfen: Hahn – Trettner, Gohla, Dragoun, Quidzinski, Bernard (63. Römling), Hebsacker (46. Weimann), Mieth, Scherz, Sponer, Lochmann (63. Schulz).

FCM: Beer – Probst (65. Bartsch), Friebertshäuser, Zander, Neumann, Watzka, Instenberg (73. Verkic), Tüting, Racanel, Fuchs, Vujanovic (63. Wolf).

Schiedsrichter: Simon (Buna-Schkopau). Zuschauer: 596. Tore: 0:1 Friebertshäuser (24.), 0:2 Vujanovic (29.), 1:2 Weimann (55.), 1:3 Fuchs (60.), 1:4 Tüting (69.), 1:5 Wolf (71.), 1:6 Watzka (88.). Gelb: Mieth, Sponer, Dragoun / Watzka. Gelb-Rot: Sponer (45.)

Die gestern vorgenommene Halbfinal-Auslosung ergab folgende Paarungen:

Sieger Sandersdorf/FCM – Germania Halberstadt und Lok Stendal – Sieger Ammendorf/HFC.