Z: Magdeburg ZS: MD PZ: Wernigerode PZS: WR Prio: höchste Priorität IssueDate: 08.04.2010 22:00:00
Magdeburg. Nach dem klaren 6:1-Achtelfinalsieg in Wolfen (Volksstimme berichtete) geht es für Fußball-Regionalligist 1. FC Magdeburg im Landespokal bereits am kommenden Mittwoch weiter. Dann gastiert der Club um 17.30 Uhr im Viertelfinale bei Verbandsligist Union Sandersdorf. Sollte auch diese Hürde genommen werden, so steigt das Halbfinale wiederum nur eine Woche später am 21. April (17.30 Uhr) beim Oberligisten VfB Germania Halberstadt. Die andere Paarung zwischen Lok Stendal und dem Sieger aus Halle-Ammendorf/HFC findet im Übrigen am 5. Mai (17.30) statt.

FCM-Präsident Volker Rehboldt war nach eigenen Worten "schon erleichtert", als er die ersten Nachrichten am Mittwochabend aus Wolfen vernahm. Doch der 41-Jährige schränkte sogleich ein: "Das war ein Pflichtsieg und nicht mehr als eine kurze positive Momentaufnahme. "

Der Stachel der Enttäuschung sitzt nach wie vor tief, und deswegen bekräftigte der Club-Chef auch noch einmal, "dass der Umbruch innerhalb der Mannschaft größer sein wird als im Vorjahr". Bislang besitzen nur vier Spieler einen Vertrag über die laufende Saison hinaus: Christian Beer, Stephan Neumann, Radovan Vujanovic und Marko Verkic.

Wer darüber hinaus bleiben darf, soll in erster Linie der zukünftige Trainer entscheiden. Mehrere Dutzend hatten sich beworben, nur ein kleiner Kreis ist mittlerweile übriggeblieben. "Wir werden den neuen Mann Mitte, spätestens Ende nächster Woche bekanntgeben", kündigte Rehboldt gestern an, der aber nach wie vor keine Namen nennen will. Nach Volksstimme-Informationen hat es u.a. Gespräche mit Andreas Zachhuber, Ruud Kaiser und – neuerdings – Uwe Reinders gegeben.

Rehboldt weiß, wie wichtig diese Personalie ist, nachdem zuletzt Paul Linz und Steffen Baumgart Fehlgriffe waren. "Auf alle Fälle muss der neue Mann die nötige Erfahrung mitbringen. Einen Trainerneuling wird es definitiv nicht geben", so Rehboldt, der die kommende Saison als "Konsolidierungsjahr" bezeichnete: "Das Hauptaugenmerk gilt dem Aufbau und der Entwicklung einer neuformierten Mannschaft."

Die jetzige hat jede Menge Kredit verspielt. Daran ändert auch der deutliche 6:1-Erfolg in Wolfen nichts. Zumal der schwache Gegner kein Maßstab war. Union Sandersdorf dürfte im Viertelfinale aus anderem Holz geschnitzt sein. Doch zunächst einmal steht Sonntag (13.30 Uhr) das Heimspiel gegen den FC St. Pauli II an.