Z: Magdeburg ZS: MD PZ: Wernigerode PZS: WR Prio: höchste Priorität IssueDate: 08.04.2010 22:00:00
Magdeburg. Einen Monat ist es her, dass Dirk Roswandowicz als Präsidentschaftskandidat des SC Magdeburg "geoutet" wurde. Seitdem ist der ehemalige Fußballer oft in grün-roter Mission unterwegs gewesen. So ließ der 38-Jährige, der vom aktuellen Präsidium ja zum "Wunschkandidaten" gekürt wurde, seinen Worten Taten folgen und stellte sich bei den verschiedenen Abteilungen des Sportclubs vor.

Inzwischen kennen den Unternehmer die Kanuten, Ruderer, Leichtathleten und Handballer, bei deren Mitgliederversammlungen der "Neue" nicht nur Zaungast war, sondern auch bewusst das Gespräch mit der Basis suchte. Und wenn die Schwimmer in der kommenden Woche die Delegierten bestimmen, die bei der großen Mitgliederversammlung am 3. Juni das neue Präsidium inklusive Clubchef wählen, will Roswandowicz natürlich auch mit von der Partie sein.

"Mir ist es schon wichtig, dass man sich persönlich kennenlernt. So können sich doch beide Seiten am besten ein Bild voneinander machen. Bisher bin ich überall mit offenen Armen empfangen worden. Man tritt mir unvoreingenommen gegenüber und genauso halte ich das auch", gibt der Magdeburger die ersten Eindrücke von seiner "Wahl-Werbe-Tour" wieder.

Dass er sich nach relativ kurzer Bedenkzeit vor den Karren hatte spannen lassen, hat Roswando-wicz "zu keinem Zeitpunkt bereut". Im Gegenteil. Die Rolle als Hoffnungsträger, der den Neuanfang gestaltet und den krisengeschüttelten Verein endlich wieder in ruhigeres Fahrwasser steuert, mache ihm viel Spaß: "Überall wo ich auftauche, spüre ich, dass der Verein lebt, dass es ein Miteinander und nicht wie so häufig dargestellt wurde, ein Gegeneinander gibt. In den Abteilungen sind viele Sportverrückte am Werk, die dem Verein schon seit 20 oder gar 30 Jahren verbunden sind und alle wollen nur eines: Dass es endlich wieder spürbar vorwärts geht."

Auch die Stimmung im Umfeld und bei den Sponsoren empfindet Roswandowicz alles andere als schlecht. "Ich entdecke so etwas wie Aufbruchstimmung und die Bereitschaft, den Neuanfang unterstützen zu wollen. Nach allem, was ich bisher gesehen habe und weiß - und ich fühle mich von den verantwortlichen Personen wirklich gut informiert - kann ich guten Gewissens sagen: Beim SCM ist sehr vieles in Bewegung, auch wenn das eine oder andere erst in ein paar Monaten für die Öffentlichkeit sichtbar sein wird."

Aber auch als Fan des SCM sammelte Roswandowicz, meistens mit Ehefrau Susan sowie die Söhne Cedrik und Vincent im Schlepptau (alle vier sind auch Mitglieder in der Abteilung Leichtathletik), nur gute Erfahrungen. So drückte die Familie beim Gothaer Cup in der Elbehalle den SCM-Schwimmern die Daumen. Auch beim Auswärtsspiel der Youngster in Bernburg, daheim gegen Hildesheim oder beim Spiel der Gladiators gegen Nettelstedt war das Quartett live dabei. "Wir leben unseren Kindern die Liebe zum Sport vor. Für sie sind Sportveranstaltungen normal. Alle haben ihren Spaß und wenn ,unsere‘ gewinnen, um so mehr", beteuert der Präsident in spe, der anscheinend auch das Zeug zum Glücksbringer hat: Alle vier Handballspiele, bei denen er live dabei war, wurden gewonnen. Wenn das kein gutes Omen ist?!