Z: Wernigerode ZS: WR PZ: Wernigerode PZS: WR Prio: höchste Priorität IssueDate: 11.04.2010 22:00:00
Wernigerode (fbo). Es ist vollbracht: Bereits am vorletzten Spieltag, und damit etwas früher als gedacht, steht der HV Wernigerode als Meister der Verbandsliga fest. Das 42:27 (25:12) gegen Schlusslicht SV Irxleben II und das gleichzeitige Remis von Westeregeln machten dies möglich.

Nichts für Freunde des gepflegten Handballsports waren allerdings die 60 Spielminuten. Wernigerodes Trainer Maik Lange schickte zwei unterschiedliche Teams ins Rennen. In der ersten Halbzeit klappte dies gegen stark unterbesetzte Irxleber ordentlich. Zwar kam es so gut wie nie zu Positionsangriffen des HVW, aber die Tempogegenstöße waren einfache und sichere Beute. Die Harzer agierten ohne Kompromisse und ließen sich von der lockeren Art und Weise des SVI II, nicht ablenken. Köhler, am Ende mit zehn Toren erfolgreichster HVW-Werfer, und Völkel trafen in dieser Phase am häufigsten. Beim 25:12 zur Pause drohte den Gästen ein Debakel mit über 50 Gegentoren. Es sollte aber etwas anders kommen. Mit der deutlichen Führung im Hinterkopf stellte der HVW das Handballspielen etwas ein, der Außenseiter erfreute sich inzwischen aufgrund seiner personell misslichen Lage – nach dritter Zeitstrafe gegen Jakobschak gab es hier nur noch fünf Feldspieler – auch der Sympathien der Zuschauer und hielt ohne Zwang dagegen. So endete die zweite Halbzeit nur noch 17:15 für den Oberliga-Aufsteiger.

HV Wernigerode: Grawe, Feldmann - Bomeier (1), Völkel (5), Göbel (3), Berge (2), Hoffmann (3), Kirchhof (1), Kaufmann (7), Nierlein (1), Köhler (10), Hahn (3), Poetzsch (3), Aschbrenner (2).