Z: Magdeburg ZS: MD PZ: Stendal PZS: SDL Prio: höchste Priorität IssueDate: 15.04.2010 22:00:00
"Wenn drei, vier Sportler von uns den Sprung zur Weltmeisterschaft schaffen, wäre das schon stark. Und wenn ich Ex-Einerweltmeister Marcel Hacker, der ja wieder bei uns trainiert, dazu rechne, dann wären fünf schon optimal", blickt Roland Oesemann, der Trainer der Eliteruderer beim SC Magdeburg, schon weit voraus, denn die Welttitelkämpfe in Neuseeland finden erst am ersten November-Wochenende statt.

Magdeburg. Ab heute steht die erste nationale Prüfung auf der Normaldistanz von 2000 Metern in Brandenburg ins Haus. Hier werden an diesem Wochenende die deutschen Kleinboot-Meisterschaften im Einer bzw. in den Zweiern ohne Steuermann ausgetragen. Für die Zweier ohne haben sich die Magdeburger René Bertram und Marco Neumann jeweils mit einem Hallenser zusammengetan. Mit Florian Eichner bzw. Philipp Naruhn wollen sie bei dem Test den Sprung in die Nationalmannschaft schaffen.

Ex-Doppelvierer-Weltmeister René Bertram ist für dieses Ziel vom Skull- in den Riemenbereich gewechselt. "Ich sehe mit Florian Eichner im Zweier ohne mehr Chancen bei den Riemenruderern als zuvor bei den Skullern. Wir rudern eineinhalb Monate zusammen und sind gut aufeinander abgestimmt", schätzt Bertram ein. "Ich hoffe, dass wir am Wochenende im Finale stehen und um eine Medaille kämpfen. Schön, wenn wir dort auch auf Marco Neumann und Philipp Naruhn treffen. Das würde uns unserem Ziel näher bringen, als Sachsen-Anhalt-Vierer den Sprung nach Neuseeland zu schaffen", nennt Bertram das Ziel dieses Quartetts. Immerhin kämpfen hier 37 Boote um Sieg und Plätze.

Das gilt auch für die Skuller Matthias Rocher, Tim Bartels und Marcel Hacker, die im Einer um einen der sieben Plätze imSkuller-Nationalteam kämpfen. Der junge Rocher hat im Vorjahr mit einem überraschenden fünften Rang bei der WM im Einer Altmeister Marcel Hacker den Fehde-Handschuh hingeworfen.

Mit Claudia Helmholtz, Sebastian Kasielke, Clemens Kuhnert, Maximilian Planer und Axel Kort streben zudem fünf junge SCM-Ruderer einen Platz in der deutschen Nationalmannschaft für die U-23-Weltmeisterschaften an.

Allerdings waren die Vorbereitungen auf diese Saison nicht gerade die günstigsten. "Neun Wochen lang haben wir mit Ergometer-Rudern trainiert, ehe wir endlich wieder im Wasser das Gefühl fürs Boot erfahren konnten", berichtet Oesemann. "Da kamen uns die beiden Wasserlager in Italien natürlich sehr gelegen, die der Verein gemeinsam mit dem Land Sachsen-Anhalt und dem Olympiastützpunkt für uns auf die Beine gestellt hat", so Oesemann.