Z: Wernigerode ZS: WR PZ: Wernigerode PZS: WR Prio: höchste Priorität IssueDate: 25.04.2010 22:00:00
Halberstadt. Das sechste Pflichtspiel nacheinander blieb der VfB Germania Halberstadt unbesiegt, setzte gar mit dem 4:0 (2:0) gegen den 1. FC Lokomotive Leipzig ein klares Ausrufezeichen und bestätigte den aktuellen Aufwärtstrend.

Dem 1:0-Pokaltriumph gegen Regionalligist 1. FCM folgte damit der zweite Heimsieg in Serie. Wieder spielten die Vorharzer dabei zu Null. In den bisherigen neun Pflichtspielen der Rückrunde gab es nur sechs Gegentore. Wieder war an der Innenverteidigung um Philip Saalbach und Christian Siemund kaum ein Weg vorbei zu finden. Vor allem Siemund, der sich gleichzeitig mit dem 2:0 in die Torschützensliste eintrug und damit der torgefährlichste Defensivspieler des VfB Germania ist, überzeugte gegen den 1. FC Lok mit seiner Zweikampfstärke. Vorausgegangen war seinem Kopfballtreffer nach einer Krüger-Ecke aber der Paukenschlag nach 120 Sekunden. Leipzigs Starke verlor den Ball an Reitzig, der mit dem Spielgerät noch ein paar Meter marschierte, Keeper Evers umkurvte, um schließlich aus rund zwölf Metern einzuschieben. Nach dem 2:0 (12.), bei dem die Gäste Siemund sträflich vernachlässigt und allein stehen lassen hatten, folgten ein Eggert-Freistoß in die Mauer (14.) und eine Standardsituation von Adam. VfB-Torwart Kischel kam so zu seiner ersten Ballberührung (17.). Weitere Lok-Szenen folgten: Eine Hereingabe traf Adam per Kopf nicht richtig (27.) und ein Julich-Fernschuss wurde gefährlich abgefälscht, ging aber knapp über das Tor (39.) In dieser Phase hatte sich der Gastgeber etwas zurückgezogen und haushaltete mit seinen Kräften. Mit Beginn der zweiten Halbzeit versuchte Lok-Co-Trainer Kischko, der Uwe Trommer nach dessen Herz-OP erstmals als "Chef" auf der Trainerbank vertrat, zum Anschlusstreffer zu kommen. Er brachte Angreifer Engler für Verteidiger Brodkorb. Aber auch danach blieben die Messestädter harmlos. Besser machte es wiederum Reitzig. Der eingewechselte Neumann verlor zwar den Ball, gegen drei Leipziger schaltete Reitzig aber am schnellsten und schnappte sich das Leder, um auf 3:0 zu erhöhen. Das letzte Tor des VfB Germania fiel 15 Minuten vor dem Ende. Die 609 Zuschauer sahen bei bestem Fußballwetter einen tollen Pass von Krüger in den Lauf des VfB-Angreifers. Mit Hilfe des Innenpfostens und per Flachschuss markierte Eggert den 4:0-Endstand.

Bereits am kommenden Mittwoch (18 Uhr) kann der VfB Germania mit einem Erfolg beim Tabellenvorletzten Pößneck einen weiteren Schritt in Richtung Mittelfeld machen.