Wernigerode. Mit einem Sieg auf dem Eurospeedway Lausitz startete das Sidecar-Team Kurt Hock (Oberursel)/Enrico Becker (Drübeck) in die Saison der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM). Nachdem das Gespann die Vorsaison auf dem hervorragenden zweiten Platz abgeschlossen hatte, ging es schon eine Woche vor dem IDM-Start zum ersten WM-Lauf 2010 nach Le Mans. Nach der tollen Vorsaison hatte sich das Team entschlossen, auch die Weltmeisterschaftsläufe zu bestreiten. Mit einem Bronzerang lieferten Hock/Becker auch hier eine starke Leistung ab.

Das Siegerteam von Le Mans, Pekka Päivärinta (Finnland), Weltmeister von 2008, und sein schweizer Co-Pilot Adolf Hänni, mussten sich in der Lausitz mit Rang zwei hinter Hock/Becker zufrieden geben. So äußerte sich Kurt Hock auch in der nach dem Rennen stattfindenden Pressekonferenz: "Wir fahren hier in der IDM absolut auf Weltklasseniveau" und davon konnten sich die Zuschauer auf dem Eurospeedway Lausitz live überzeugen.

Schon in den beiden Zeittrainings dominierten Hock/Becker. In jeder Trainingssitzung hatten sie auf dem 4,3 Kilometer langen Lausitzring mit ihrer LCR-Suzuki die Bestzeit der 20 teilnehmenden Sidecars erzielt. Auch im Warm up am Sonntagmorgen fuhren sie die schnellste Zeit. Lediglich die schnellste Rennrunde mussten sie an das finnisch-schweizer Team abgeben.

Vom Start weg kämpfte das Hock-Team gegen die späteren Drittplazierten, Schlosser/Hofer aus der Schweiz, die den besseren Weg zur ersten Kurve fanden und als Führende einbogen. Fünf Runden konnten sie die Führung behaupten, ehe ein im Rückspiegel von Kurt Hock auftauchender Finne Hocks Plan, sich seinen Angriff für die Schlussphase aufzuheben, zunichte machte. Eingangs der sechsten Runde "quetschte" er sich an Schlosser vorbei und legte schnell einige Meter zwischen sich und die Verfolger.

Danach kam eine Gelbphase und eine Berührung der beiden Verfolger dem Team Hock/Becker zugute, die Führung wuchs weiter an. Das Duo Päivärinta/Hänni gab jedoch nicht auf, überholte das Schlosser-Gespann und verkürzte den Rückstand auf Kurt Hock. Dieser kämpfte mit einem stark abbauenden Vorderreifen, rettete aber in den letzten beiden Runden auf Kampflinie fahrend seinen knappen Vorsprung ins Ziel. Kurt Hock/Enrico Becker gewannen nach 15 Runden mit einer Gespannlänge bzw. einer Zehntelsekunde Vorsprung das erste Rennen der IDM-Sidecars 2010 auf dem Lausitzring.