Wernigerode (fbo/sar). Germania Wernigerode hat am drittletzten Spieltag den Klassenerhalt gesichert. Unerwartet fuhr die Elf von Trainer Ingolf Spantig einen 2:1-Sieg beim Spitzenteam ZLG Atzendorf ein.

Es war mehr Krampf als Kampf, was die Landesklasse-Fußballer der ZLG Atzendorf gestern im Heimspiel gegen Germania Wernigerode über 90 Minuten boten. "Ein Punkt wäre schon schön gewesen", so ZLG-Trainer Knoll.

Das straffe Programm hinterließ bei den Atzendorfern seine Spuren. "Die Luft war raus und die Akkus leer", brachte es Knoll auf den Punkt. Alle Kraft wurde in die Freitagsbegegnung beim SV Westerhausen investiert. Der Kräfteverschließ machte sich im Verlauf bemerkbar. Anders Germania, das einen Tag mehr Zeit zur Regeneration hatte. Diesen nutzte Trainer Ingolf Spantig, um sich den Auftritt der Atzendorfer in Westerhausen anzuschauen. "Sie haben sehr diszipliniert gespielt", lobte er. Einen guten Eindruck hinterließ bei ihm vor allem Kapitän Stefan Rock. Mit den neu gewonnen Kenntnissen ging es in die Sonntagspartie.

Beide Teams taten sich von Beginn an schwer. Ein richtiger Spielfluss wollte einfach nicht entstehen. Dabei hatten die Wernigeröder ihrem Trainer vor der Begegnung versprochen, dass sie etwas gut machen wollten. Das sah in den ersten 45 Minuten noch nicht danach aus. Im Mittelfeld ließen sie den Atzendorfern zu viel Platz. Torlos ging es in die Halbzeitpause.

Drei Tore sahen die Zuschauer in Hälfte zwei. Zunächst brachte René Längefeld die Gäste mit 0:1 in Front (59.). Ein Strafstoß verwandelte Marcus Brüggemann zum Ausgleich (67.). In der Schlussphase erwachte bei beiden Teams noch einmal der Kampfgeist. Während der Gasetgber die sich bietenden Möglichkeiten nicht nutzen konnte, war es Längefeld, der zum vielumjubelten 1:2 trifft und auf Händen getragen wurde (88.). Der Schlusspfiff war für beide Teams wie eine Erlösung. Für Atzendorf, weil sie "einfach leer" waren und Wernigerode, weil sie sich drei Punkte und den Ligaverbleib sicherten.

Germania Wernigerode: Hertwig - Förster (75. Thaller), Mandrella, Matysiak, Wetzig, Meishner, Gasch, Grund, Franke, Schönfelder, Längefeld;

Schiedsrichter: Stefan Klaes (Bernburg); Zuschauer: 40.