Magdeburg/Ilsenburg (fbo). Am Ende hat es der Verbandsligist doch noch deutlich gestaltet: Das Handball-Landespokalspiel beim Nordligisten TuS Magdeburg-Neustadt entschied die Sieben von Trainer Michael Löwe mit 29:22 für sich. Noch zur Pause waren beide Mannschaften gleichauf, da hieß es 11:11.

Die Gäste aus dem Harz gingen als Favorit in diese Begegnung, wenngleich in den Reihen des HVI einige Akteure fehlten (Eckardt, Hausmann, Gohlke, Müller), so nur acht Feldspieler zur Verfügung standen beziehungsweise der eine Klasse tiefer spielende Kontrahent Heimrecht genoss.

"Zu Beginn haben wir uns etwas schwer getan. Man darf dabei aber nicht übersehen, dass wir ersatzgeschwächt angetreten sind", fasste Michael Löwe die ersten Minuten der Partie zusammen, als der Gastgeber mit 1:0 und 3:1 den Takt vorgab. Recht schnell erreichte Ilsenburg jedoch Gleichwertigkeit und war wieder auf Augenhöhe. Beim 6:4 lagen die Ilsestädter dann auch vorne. Wieder drehte danach allerdings die Führung. Noch vor der Pause erarbeitete sich die Mannschaft aus Neustadt einen 11:8-Vorsprung. Das Löwe-Team blieb aufmerksam und glich zum 11:11 aus. Jetzt pfiff das Schiedsrichtergespann aus Köthen zur Pause.

Mit Wiederanpfiff ging es wieder bei Null los und es blieb auch lange ausgeglichen. Beide Mannschaften wollten unbedingt in die nächste Runde, ab jetzt wurde mit noch mehr Einsatz gekämpft. Bis zum 19:19 (48.) war die Begegnung offen, es deutete sich eine knappe Entscheidung an. Kurz danach allerdings brachten sich die Gäste auf die Siegerstraße, warfen sich beim 20:24 (53.) bereits eine komfortbale Führung heraus. In dieser Phase parierte Gelinski im HVI-Tor einen Konter der Gastgeber – dies war gleichzeitig das Einläuten der Schlussminuten. TuS vernachlässigte seine Abwehrarbeit und bekam zweimal in Folge Gegentore von den Außenpositionen. Dallmanns Foul drei Minuten vor Ende brachte ihm die Rote Karte ein. Schon vorher hatten sich die Magdeburger zu sehr mit den Unparteiischen beschäftigt, jetzt verloren sie komplett die Übersicht. So hatte der HVI keinerlei Mühe – weil besonnen agierend – den Sieg noch deutlicher zu gestalten. Bester Werfer für Ilsenburg war Glage (10 Tore).

Am Sonnabend beginnt für den HVI mit der Partie in Oebisfelde die Rückrunde.

HV Ilsenburg: Homann, Gelinski - Scharun (1), Glage (10/2), Hoffmann (3), Kunze (1), Kausch, Stecker (4), Fahrtmann (7/1), Dallmann (3/2);

Siebenmeter: TuS 5/3, HVI 8/5; Zeitstrafen: TuS 3, HVI 5, 1x Rot (Dallmann, 57.).