Wernigerode (ige). Eine Überraschung haben die Fußballfrauen des TuS Elbingerode zum Start ins neue Jahr geschafft. Die Mannschaft von Trainer Wolfgang Herfurth zog als einzige Mannschaft des Harzkreises in die Endrunde der Hallen-Landesmeisterschaften ein.

Dabei hatte der Start in die Vorrundengruppe 5 wenig Anlass zur Hoffnung gegeben. Nachdem langer Anfahrt durch dichten Nebel kamen die TuS-Frauen leicht verspätet in der schönen Riestedter Halle an und verloren die Auftaktpartie gegen den Verbandsligisten 1. FC Zeitz nach kurzer Aufwärmphase mit 1:2. Doch in den folgenden Spielen gaben sich die Elbingeröderinnen keine Blöße mehr. Mit Siegen gegen den Landesligisten KSG Holdenstedt/Beyernaumburg (2:1), Verbandsligisten SV Merseburg 99 (4:2) und den Naumburger SV aus der Landesliga Süd (5:1) buchten die Oberharzerinnen das Ticket für die Endrunde.

Herausragende TuS-Spielerin war Ines Martinek, mit acht Toren erfolgreichste Torjägerin des Turniers. In der Finalrunde, die am 30. Januar in Wolfen stattfindet, kann sich TuS Elbingerode damit gegen hochkarätige Gegner wie den Magdeburger FFC (2. Bundesliga) oder den Halleschen FC (Regionalliga) beweisen.

Am Nachmittag erzielte der MSV Wernigerode an gleicher Stelle in der Gruppe 6 einen guten zweiten Platz, der jedoch nicht zum Einzug in die Endrunde reichte. Im ersten Spiel gegen den FSV Lengefeld spielte der MSV sehr nervös und kam nicht über ein 1:1 hinaus (Tor: Christiane Förster). Das Harzduell gegen Grün-Gelb Ströbeck gewann das Köhler-Team durch Tore von Förster (2) und Sindy Kranhold sicher mit 3:1. Auch gegen den späteren Gruppensieger SV Allstedt begann die Harzerinnen hochmotiviert, gerieten aber zweimal in Rückstand. Zwar glich Jessica Dehne jeweils wieder aus, das 2:2-Unentschieden war in der Endabrechnung aber zu wenig. Da half auch der hohe Sieg im letzten Gruppenspiel gegen den Verbandsligisten Blau-Weiß Dölau nichts. Jasmin Deter (2), Kranhold (2), Dehne (2) und Annika Borchmann schossen den klaren 7:2-Erfolg heraus. Trotz des knappen Ausscheidens zollte Trainer Frank Köhler seiner jungen Elf ein Lob für die gute Turnierleistung.

MSV Wernigerode: Harter - Barth, Manger, Borchmann, Müller, Dehne, Förster, Deter, Kranhold, Buschhorn.