Wernigerode (fbo). Das zweite Rennen der diesjährigen Tour de Harz wurde auf dem niedersächsischen Sonnenberg bei recht guten Schneebedingungen vom Skiklub Oker ausgerichtet. Der Regen ging mit Beginn des Wettkampfs in Schneefall über. Von 200 gemeldeten Startern kamen 192 in die Wertung. Die "Tour" – seit Einführung bereits im dritten Jahr – kommt auf Touren, dabei setzte sich auch der Nordische Skiverein Wernigerode bisher erfolgreich in Szene. 17 aktive Sportler des NSV von den Kindern bis hin zu den Erwachsenen nahmen die sportliche Herausforderung der 2. Etappe an. Die "Tour de Harz" wurde vor drei Jahren eingeführt, um dem Vorbild der "Tour de Ski" nachzuahmen und somit den komplettesten Skiläufer des Harzes jeder Altersklasse zu küren. Der Wettstreit setzt sich aus fünf unterschiedlichen Einzeletappen zusammen mit jeweils unterschiedlichen Charakteren, das heißt Sprint, klassischer Stil und Freistil.

War die erste Etappe noch ein Massenstartrennen in der klassischen Lauftechnik, so ging es bei der zweiten im Individualstart (Einzelstart) in der freien Lauftechnik (Skating) um Punkte der Gesamtwertung. Der jeweils Führende jeder Altersklasse erhält zu Beginn einer neuen Etappe ein gelbes Leibchen, was es zu verteidigen gilt. Von den fünf zur "Tour" gehörenden Etappen geht bei der Endabrechnung ein Streichresultat ein, um für alle eine gewisse Chancengleichheit zu bewerkstelligen. Der Nordische Skiverein Wernigerode kann nach zwei beendeten Etappen mit drei Führende (Vanessa Köllner, Juliane Schökel, Christian Korzonnek) zum Sprint in Buntenbock reisen. Die Einzelergebnisse der zweiten Etappe lassen für die weitere "Tour" perspektivisch noch auf einiges hoffen, da im Großen und Ganzen das Abschneiden sehr erfolgreich war.

Der NSV Wernigerode bot mit seiner doch eher kleinen Mannschaft mit drei Siegen (Jannis Grimmecke, Altersklasse m9, Vanessa Köllner, AK w12, Juliane Schökel, AK w17), einem Zweiten (Nicole Gerlach, AK w14) sowie drei dritten Plätzen (Hans Köllner, AK m10, Konstantin Badstübner, AK m12, Hagen Albrecht, Junioren) den zahlenmäßig überlegenen Vereinen aus Niedersachsen Paroli. Nach Aussagen des Sportwartes Dieter Gersten besteht noch Handlungsbedarf bei der Arbeit an der Höhe der Lauffrequenz, um die Schnelligkeit speziell für die dritte Etappe, einem Sprint, weiter erhöhen zu können.

Die Ausdauer ist bei allen Sportlern durch die vielen in der Vorsaison geleisteten Crossläufe vorhanden und somit sollte auch diese kleine Baustelle für den weiteren Tourverlauf durch die hervorragende Arbeit seitens Dieter Gersten in den Griff zubekommen sein.