Wernigerode (fbo/wse). Vor wenigen Tagen traf der Handball-Landesverband von Sachsen-Anhalt (HVSA) die Entscheidung, dass die abgesagte Sachsen-Anhalt-Partie zwischen der SG Seehausen und dem HV Wernigerode (18. Dezember) nicht neu angesetzt wird. Die Punkte aus dem ausgefallenen Spiel wurden den Altmärkern zugesprochen. Zur Begründung hieß es, dass die Harzer offenbar nicht in genügendem Maße nachweisen konnten, dass sie tatsächlich nicht spielfähig waren. Positiv, aus Sicht der Seehäuser, zum Tragen kommt außerdem, dass darüber hinaus Seehausen in der am kommenden Wochenende startenden Rückrunde das eigentliche Auswärtsspiel in Wernigerode nunmehr in der heimischen Wischelandhalle austragen darf.

Für die SG Seehausen, inmitten des Abstiegkampfes, stehen dadurch nunmehr 6:16 Punkte auf der Habenseite. Dennoch bleibt die SG Vorletzter, hat nun jedoch vier Punkte Vorsprung auf Schlusslicht Frankleben.

Da diese Entscheidung bisher aber nicht auf der Homepage des Verbandes offiziell verkündet wurde und der HV Wernigerode außerdem juristischen Beistand herangezogen hat, bleibt abzuwarten, wie dieser Fall weiter behandelt wird.

HVW-Trainer Maik Lange sah die aktuelle Situation recht nüchtern und bemerkte: "Wir hatten zu diesem Spiel 16 spielunfähige Akteure (krank, verletzt, beruflich verhindert/d. Red), hatten dies rechtzeitig angekündigt und auch alle notwendigen Unterlagen dazu regelkonform eingereicht, uns an die Statuten gehalten. Unser Manager Karsten Schirmacher hat einen Anwalt konsultiert. Wir warten einfach ab, wie der HVSA jetzt argumentiert."

Interessant: Der Termin eine Woche vor Weihnachten war bereits ein verlegtes Spiel. Zur ersten Ansetzung im September des Jahres hatte Seehausen um Spielverlegung gebeten.