Bis 2015 sollen alle Magdeburger Schulen saniert sein. Das kündigte OB Lutz Trümper (SPD) gestern am Rande seiner traditionellen Pressekonferenz auf Volksstimme-Anfrage an. Im Februar werden weitere fünf Schulen in ihre rekonstruierten Gebäude zurückziehen. 2011 soll zudem ein Jahr der Jugend, Wirtschaftsförderung und der Kultur werden.

Altstadt. "In Deutschland müssen Sie schon lange suchen, um eine Stadt zu finden, deren Schulen ausnahmslos saniert sind." Lutz Trümper (SPD) verweist in Bilanzen gern auf das Schulumbauprogramm in der Stadt Magdeburg, in das seit Beginn vor mehr als zehn Jahren rund 350 Millionen Euro geflossen sind. Im Februar wird ein weiterer Abschnitt für 24,5 Millionen Euro abgeschlossen. Mit dem SchollGymnasium, den Grundschulen Salbke und Buckau sowie den Sekundarschulen "Francke" und "Heine" ziehen Schüler und Lehrer in ihre rekonstruierten Gebäude zurück. Damit endet das sogenannte PPP-Paket 3, bei dem private Investoren die Rekonstruktion vorfinanzieren und übernehmen, während die Stadt 20 Jahre lang über Raten die Kosten zurückerstattet. Diese Schulsanierung wird auch 2011 fortgesetzt und 2014/15 abgeschlossen sein, kündigte Trümper gestern an. Schulsanierung werde auch 2011 ein bestimmendes Thema sein, sagte der OB. Für fünf weitere Schulen beginnt noch dieses Jahr der Umbau. 2010/11 werden rund 40 Millionen Euro mit Hilfe des Konjunkturpaketes II aufgewendet, um die Infrastruktur zu verbessern. Zu den größten Vorhaben gehört der Abschluss der Sanierung der Schwimmhalle Große Diesdorfer Straße für knapp acht Millionen Euro.

Trümper stellt für die nächsten zwölf Monate vier Themenschwerpunkte seiner Arbeit in den Mittelpunkt. Neben Wirtschaftsförderung und Schulsanierung sind das vor allem das Jahr der Jugend sowie Kulturprojekte. Angesichts einer Veranstaltungsübersicht sagte der OB, niemand könne mehr behaupten, in Magdeburg sei nichts los. Besonderes Augenmerk legte er neben den Investitionen (siehe Info-Kasten) auf das Jahr der Jugend. "Wir sind die erste Stadt in Deutschland, die ein Jahr der Jugend ausgerufen hat." Dabei hob er hervor, dass dieses Projekt keines ist, bei dem die Stadt etwas für die Jugend mache, sondern umgekehrt. "Die Jugendlichen organisieren alles selbst, wir unterstützen mit 100 000 Euro", so Trümper.

2011 will Magdeburg auch sein Profil als Kulturstadt schärfen. Vorbehaltlich der Zustimmung des Stadtrates will sich Magdeburg als europäische Kulturhauptstadt 2020 bewerben. "Damit setzen wir ein anspruchsvolles Ziel", so Trümper. Als kulturelle Höhepunkte nannte Trümper den Telemann-Wettbewerb, das Figurentheaterfestival im Wissenschaftshafen und die Premiere für das Kaiser-Otto-Fest.

   

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