Von Mittag bis in die Abendstunden bot am Samstagabend die "Meile der Demokratie" ein buntes Bild in der Innenstadt. Zwischen Dom- und Uni-Platz gab es Aktionen und Info-Stände, Musik und Theater.

Altstadt (ba). "Wir lassen uns den Tag nicht verdrehen", formulierte Oberbürgermeister Lutz Trümper, was die Besucher zur Meile der Demokratie bewegte. Nach der offiziellen Eröffnung führte der OB die Menschenkette an, die sich entlang eines Bandes aufreihen sollte. Das klappte nicht gleich durchgängig, da viele dem Sax’n-Anhalt-Fun-Orchester lauschen wollten und ihm nachliefen – doch mit der Zeit ergab sich der Lückenschluss vom Alten Markt bis fast zum Hunderwasserhaus.

Dies war auch die Strecke, auf der sich die meisten Aktionen abspielten. Etwas kompakter als in den beiden Vorjahren, so dass es leichter war, zwischen den Angeboten zu pendeln. Neu in diesem Jahr war die "junge Meile". Hier brachten sich vorrangig Schüler und Studenten mit eigenen Ideen und Engagement ein. Ein wahrer Hingucker war die Reihe der "Schulen ohne Rassismus – Schulen mit Courage", die u. a. ihre Projekte vorstellten. Darunter beeindruckende Bilder von Schülern der Ernst-Wille-Schule, die in Zusammenarbeit mit den "Falken" entstanden waren und Szenen von Hilfe und Ängsten zeigten.

Nach Veranstalter- und Polizeiangaben waren 6000 Besucher zur Meile gekommen. Rund 1000 mehr als in den Vorjahren. "Das zeigt, dass unser Konzept aufgegangen ist", freut sich Holger Platz, Organisationsleiter und Beigeordneter der Stadt. Besucher jeden Alters waren über den Breiten Weg geschlendert. "Es gab eine entspannte, fast familiäre Atmosphäre", so Platz. Einiges sei sicher verbesserungswürdig, sagte er, aber dafür könne man sich bis zum nächsten Jahr Änderungen überlegen. Dann soll es jedenfalls wieder eine Meile der Demokratie geben.<6><7><8>

   

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