Wernigerode (ige). Die Handballer des HV Wernigerode haben ihren Höhenflug in der Sachsen-Anhalt-Liga fortgesetzt. Mit einem 30:27-Sieg beim SV Friesen Frank-leben gestaltete die Lange-Sieben auch ihr zweites Punktspiel im neuen Jahr erfolgreich und kletterte auf den siebten Tabellenplatz.

Nach verschlafenem Start und einem 2:0-Rückstand übernahm der HVW das Kommando und wendete das Blatt über die Stationen 3:3 und 7:4 bis Mitte der ersten Halbzeit in eine 13:9-Führung um. Danach hielt jedoch der Schlendrian Einzug, zu leichtfertig wurden die Chancen vergeben. Die daraus resultierenden Konter schloss Franklebens Steffen Holzapfel, mit 13 Treffern herausragender Werfer, gnadenlos ab. Der SV Friesen glich zum 14:14 aus und legte in der Schlussminute der ersten Halbzeit zur 17:15-Führung nach.

Nach lautstarker Pausenansprache erhöhte der HVW nach Wiederanpfiff das Tempo und kämpfte sich bis Mitte der zweiten Halbzeit zum 21:21 heran. Es folgte die stärkste Phase der Harzer, die mit einem Zwischenspurt auf 25:21 davonzogen. Eine umstrittene Rote Karte gegen Spielmacher Eddy Eicken (48.), die keine Sperre zur Folge hat, brachte die Harzer kurzzeitig aus dem Rhythmus und die Hausherren noch einmal auf 24:26 heran. Doch der HVW fand rechtzeitig ins Spiel zurück, zwei Kontertreffer zum 25:28 entschieden das Spiel. Kreisspieler Thomas Kirchhof sorgte nach schönem Pass von Tobias Poetzsch über das ganze Feld für den Schlusspunkt zum 27:30.

"Der Schlüssel zum Sieg lag in einer geschlossenen Mannschaftsleistung, wobei die beiden Kreisspieler Bastian Liebscher und Thomas Kirchhof mit einer tollen Arbeit in Abwehr und Angriff herausragten", resümierte Wernigerodes Co-Trainer Marco Götting.

HV Wernigerode: Wisotzky, Feldmann - Uhlmann (5), Eicken (3), Poetzsch (6), Hoffmann (4), Nierlein (6), Liebscher (2), Kirchhof (2), Völkel (1), Köhler (1), Ahlsleben, Hahn;

Strafen: Frankleben 7 - HVW 7 + Rot für Eicken; Siebenmeter: Frankleben 5/2 - HVW 2/1.