Brückfeld. An der Bördelandhalle liefen gestern die Vorbereitungen zum Probeabpumpen des Grundwassers weiter auf Hochtouren. Dabei geht es um zwei Brunnen südlich der Veranstaltungshalle nahe dem Schwarzen Weg.

"Wir wollen uns Klarheit verschaffen, welche Leistung die beiden Anlagen tatsächlich bringen und wie wirksam das unter den derzeitigen Ernstfallbedingungen ist", sagte Heinz Ulrich, Chef des Kommunalen Gebäudemanagements (KGM).

Am Mittwoch war der Grundwasserspiegel auf beunruhigende 23 Zentimeter unter die Bodenplatte des Gebäudes geklettert. Derartige Werte wurden zuvor noch nie registriert. Tage zuvor war der Pegelstand stetig um 5 Zentimeter je Tag aufgewachsen.

In der Nacht zum Donnerstag hat sich die Lage an dem bedrohten Gebäude stabilisiert. Das Grundwasser sei sogar um 5 Zentmeter abgesunken, informierte Heinz Ulrich gestern Mittag. Erleichterung bei dem Bauexperten: Damit befindet sich der Grundwasserspiegel jetzt 28 Zentimeter unter der Bodenplatte der Veranstaltungshalle. Dort wird übrigens morgen Abend mit dem Winterfest der Volksmusik eine große Musikschau stattfinden.

Bei Eindringen des Grundwassers hätte der neue Sportboden Schaden genommen. Eine Sperrung der Halle für Veranstaltungen wäre mit großen Schwierigkeiten verbunden gewesen.

Das allerdings stand in diesen Tagen noch nicht akut an der Tagesordnung. Wäre das Wasser bis wenige Zentimeter unter die Bodenplatte vorgedrungen, hätte man mit dem Abpumpen begonnen, sagte Ulrich.

Allerdings veranlassen die jetzt erreichten Grundwasserstände zu neuen Überlegungen. Immerhin blieb laut Heinz Ulrich beim Hochwasser 2002/03 der maximale Grundwasserstand bei 70 Zentimeter unter der Bodenplatte.

Als aktuelle Maßnahme wird jetzt ein weiterer Pegel auf der Nordseite der Halle abgesenkt. Dann werde das KGM die Planung für weitere Brunnen rund um die Halle ausführen. Das Projekt werde dem Stadtrat vorgelegt, sagte Ulrich.

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