Wegeleben (bkr). Groß war die Freude am Montagabend bei Günter Vogt vom SV Meteor Wegeleben, als er an seinem 75. Geburtstag mit der "Goldenen Ehrennadel des Fußballverbandes Sachsen-Anhalt" geehrt wurde. Die Auszeichnung überreichte Cornelia Kriese, Präsidiumsmitglied des Kreisfachverbandes Fußball.

Bereits mehr als 60 Jahre ist Günter Vogt, vielen seiner Mitstreiter als "Theo" bekannt, dem Fußballsport treu. 1950 begann er in Rodersdorf seine sportliche Karriere, die bis 1970 dauerte. 1952 später schloss er sich Traktor Wegeleben an. Dort spielte er im Nachwuchs- und Männerbereich. "Ich war Stürmer, aber nicht der Vollstrecker, eher der Vorbereiter", so Vogt, der 1957 mit der Wegelebener Kreismeisterelf seinen größten sportlichen Erfolg feierte.

Doch nicht nur als Aktiver, sondern auch als ehrenamtlich tätiger Sportkamerad erwarb sich Vogt ein hohes Ansehen. Er absolvierte erfolgreich die Übungsleiterstufen 1 und 2, war von 1967 bis 1969 Trainer der Wegelebener A-Jugend und viele Jahre als Übungsleiter der Schulsportgemeinschaft Meteor Wegeleben tätig. Als Vereinsvorsitzender leitete er von 1983 bis 1988 die sportlichen Geschicke der BSG Aufbau/Traktor Wegeleben. Seine gute Arbeit wurde mit der Ehrennadel des DTSB in Silber und bronze gewürdigt.

Auch nach der Wende engagierte sich Günter Vogt für den Fußballsport. Von 1991 bis 1995 war er als Schiedsrichter im Kreis Halberstadt unterwegs. Besonders engagierte er sich für die Alten Herren, deren Chef er von 1994 bis 2010 war. "Theo steht immer zur Verfügung. Er ist unermüdlich für unseren Sportverein tätig. Er ist immer zur Stelle, wenn er gebraucht wird. Wegen seines jahrelangen großen Engagements, auch außerhalb des Fußballplatzes, ist er Ehrenmitglied unseres Vereins, das bisher einzige", lobte Frank Mittmann, Vereinsvorsitzer des SV Meteor Wegeleben, den Jubilar. Bereits im Jahr 2000 wurde er mit dem Ehrenamtspreis des Deutschen Fußballbundes ausgezeichnet.

Für Günter Vogt ist dieses Engagement für "seinen" Sportverein nichts ungewöhnliches. "Ich habe die Dinge immer aus Sicht des Vereins gesehen, die Probleme erkannt und immer mit angepackt. Es hat mir viel Spaß gemacht, vor allem, wenn man auch Erfolg hatte. Ich möchte die schönen Jahre nicht missen", meinte Vogt, der seine persönlichen Interessen immer hinten angestellt hat.