Diesdorf (ka). Die fünf geplanten Häuser am Diesdorfer Stadtrand dürfen gebaut werden. Der Rat bestätigte de facto mehrheitlich das Vorhaben, indem er sowohl die Abwägung des Vorentwurfs als auch die öffentliche Auslegung des Entwurfs zum Bebauungsplan "Mühlenpark Diesdorf" beschloss.

Allerdings entwickelte sich eine kontroverse Diskussion. Von den Grünen und von Oliver Wendenkampf, Vorsitzender des Umweltausschusses, gab es Einwände. Hier werde dem Konzept, Randgebiete nicht weiter zu bebauen, entgegengehandelt. Wendenkampf verwies auch darauf, dass es sich um ein Vorranggebiet für den Hochwasserschutz handele (Schrote). Sören Herbst hatte Überschwemmungen der Schrote erlebt, auf die Stadt könnten Kosten zukommen, warnte er. Von Reinhard Stern (CDU) und Dieter Scheidemann (Beigeordneter) wurde die Hochwasserschutzgebiet-Problematik nicht als vordringlich eingestuft. Das hätten der Einblick in die Unterlagen ergeben. Es handele sich nicht um einen Polder. Stern: Hier will jemand sein eigenes Grundstücke bebauen. Das können wir doch nicht ablehnen.

Martin Rohrßen (SPD)-Tierschutzpartei-future, forderte, im B-Plan mögliche Hochwassergefahren kenntlich zu machen, um Ansprüche auszuschalten (wurde eingefügt). SPD-Rat Olaf Czogalla erklärte, dass die Verwaltung im Bauausschuss überzeugend dargestellt hat, dass dort gebaut werden könne. Keine Gefahren, das zeigten Fotos vom Jahrhunderthochwasser 2002.

Der Linke Bernd Krause sieht den grünen Außenbereich geschmälert – deshalb ein Nein. Dr. Klaus Kutschmann (CDU/BfM): Hier seien doch keine Mehrfamilienhäuser vorgesehen. Was das Schrote-Problem betrifft – die Leute wohnen dort sehr lange, können alles am besten einschätzen. Er sei für die Bebauung.

   

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