2011 ist in Magdeburg das "Jahr der Jugend". Bereits seit Monaten arbeitet ein junges Projektteam an der Umsetzung, organisiert und sammelt Veranstaltungen. Vor allem der Kernzeitraum von Mai bis Oktober soll ganz im Zeichen der Magdeburger Jugendlichen stehen. Damit das Jahr ein Erfolg wird, fehlen allerdings noch jede Menge Sponsorengelder.

Magdeburg. Mit dem Jahreswechsel ist das "Jahr der Jugend"-Team offiziell in die Vollen gestartet. Julia Wartmann, Marcus Lahn und Kevin Lüdemann sind nunmehr Angestellte des Trägers KanTe e.V., haben ein Projektbüro in der Julius-Bremer-Straße und arbeiten gemeinsam mit Praktikant Sebastian Schmidt an der Umsetzung ihrer Ziele.

"Unsere Hauptbeschäftigung ist nach wie vor die Veranstaltungssuche und -vorbereitung, Partnergewinnung, Finanzierung und Werbung für das Jahr", sagt Projektkoordinator Kevin Lüdemann. Ganz "unjugendlich" sitzt das Quartett deshalb vor allem im Büro, schreibt Anträge und telefoniert, bis die Leitungen glühen – eine Arbeit, die Lüdemann und Co. auch aus dem Jugendforum kennen.

"Doch nun hängt nicht mehr alles allein von unserem Engagement ab. Das ist schon ein hoher Erwartungsdruck", sagt Kevin Lüdemann. Bis Ende März gibt er sich und seinem Team Zeit, den Kernzeitraum des Jahres der Jugend von Mai bis Oktober vorzubereiten. Zwar laufen bereits die ersten Veranstaltungen an (siehe Infokasten und Internet), doch ab dem Wonnemonat wollen die Organisatoren richtig durchstarten.

Das Projekt wurde gerade als einer der 365 Orte im "Land der Ideen" ausgezeichnet, ständig wächst die Zahl der Unterstützer, die jungen Leute bauen ein Netzwerk auf, das alle Veranstaltungen für Jugendliche in Magdeburg sammeln und neue Impulse setzen soll – zum Beispiel mit den "Monkey Age"-Partys, die speziell für 14- bis 17-Jährige gedacht sind und vollkommen ohne Alkoholausschank auskommen. Schulen, Jugendeinrichtungen und natürlich die Jugendlichen selbst sollen mit ins Boot geholt werden, können sich präsentieren und ihre Ideen umsetzen. Noch haben es Kevin Lüdemann und sein Team jedoch schwer, Gleichaltrige für das "Jahr der Jugend" zu begeistern. "Das kommt mit den ersten konkreten Aktionen", ist er sicher und setzt auch auf Mund-zu-Mund-Propaganda. Noch im Januar brachte das "Jahr der Jugend"-Team erste Flyer mit Gutscheinen in Umlauf, und auch die von Marcus Lahn betreute Internetseite mit Kalenderfunktion startete kürzlich neu. "Sie ist das Kernstück unserer Arbeit", sagt Kevin Lüdemann. Zeitgemäß sollen die Magdeburger hier Informationen und Termine bekommen.

Lüdemanns Sorgenkind ist nach wie vor die Finanzierung des Projektes. 100 000 Euro kommen als Grundstock zwar von der Stadt, aber die bestreitet das Geld auch nicht aus dem eigenen Haushalt, sondern warb es von lokalen Sponsoren ein, die Kevin Lüdemann nun als Geldgeber fehlen.

"Für die Finanzierung und Unterstützung von Veranstaltungen bräuchten wir mindestens weitere 100 000 Euro, haben jedoch erst die Hälfte davon zusammen. Die Sponsorensuche ist nicht so einfach, denn es gibt durchaus Geld für spezielle Zielgruppen, aber nur wenig für ¿normale Jugendliche‘", erklärt Kevin Lüdemann. Klar sei auch: "Wir können nur Sachen umsetzen, die auch finanzierbar sind." Damit das Projekt ein Erfolg wird, klappert er momentan Stiftungen und Sponsoren ab.

Auch hier soll Ende März klar sein, wie viel Geld für das Jahr der Jugend bereitsteht. "Wir müssen die Projekte schließlich noch vorbereiten", sagt Lüdemann. Was bleibt, wenn das Jahr der Jugend vorbei ist? "Im Idealfall ein gut funktionierendes Internet-Netzwerk für Jugendliche, das dann wieder ehrenamtlich läuft, und eine höhere Sensibilität für Jugendthemen in der Stadt", hofft Kevin Lüdemann. Dafür soll das Jahr der Jugend den Impuls setzen.

www.jahr-der-jugend.de