Die Bewerbungsfrist für den Geschäftsstraßenmanager für die Lüneburger und Lübecker Straße ist am Montag abgelaufen. Jetzt werden die Bewerber von Stadtplanungsamt und Wirtschaftsdezernat genau unter die Lupe genommen. Ab 1. März soll dann der am besten geeignete Kandidat bereits seine Stelle antreten.

Alte Neustadt/Neue Neustadt. Im September vergangenen Jahres hatte der Stadtrat beschlossen, um der Neustadt städteplanerisch unter die Arme zu greifen, die Stelle eines Geschäftsstraßenmanagers (GSM) für die Nord-Süd-Magistrale einzurichten.

Am 23. Dezember stand die öffentliche Ausschreibung in der Volksstimme. Nicht weniger als vierzehn Aufgabenpunkte waren darin aufgelistet. Ein Netzwerk aller Akteure im Stadtteil solle aufgebaut werden, eine Immobilien- und Standortgemeinschaft (ISG) gegründet und die Gründung eines Gewerbevereins unterstützt werden.

Weiterhin stehen das Stadtteilmarketing und ein aktives Leerstandsmanagement auf der Aufgabenliste. Als neutraler "Dritter" wäre das Geschäftsstraßenmanagement demnach eine wichtige Schnittstelle zwischen den Stadtteilakteuren (Händler, Vermieter, Vereine), der Stadtverwaltung und den Bewohnern in Alte und Neue Neustadt.

Bewerberprüfung

Am vergangenen Montag war Bewerbungsschluss. Auf der gestrigen Sitzung der AG Gemeinwesenarbeit (GWA) Alte Neustadt berichtete Jeannette Digonis, beim Stadtplanungsamt für die Neustadt zuständig, über den weiteren Ablauf. Demnach sei eine einstellige Zahl an Bewerbungen eingegangen. Diese würden nun vom Stadtplanungsamt und dem Wirtschaftsdezernat genau auf ihre Eignung überprüft. Sowohl Träger als auch Einzelpersonen haben sich beworben. In der dritten Februarwoche finden voraussichtlich Gespräche mit den Bewerbern statt, damit im Idealfall der Posten bereits ab 1. März besetzt werden kann.

Der Auftrag wird zunächst für eine Laufzeit von 18 Monaten erteilt. Bei erfolgreicher Arbeit kann der Posten des Geschäftsstraßenmanagers verlängert werden. Für den Standort des GSM, wo auch die regelmäßigen, festen Sprechstunden stattfinden sollen, gibt es mehrere Möglichkeiten, aber noch keine definitive Entscheidung. Eine zentrale Lage und günstige Miete sind dabei ausschlaggebend. Die Poliklinik, der Neustädter Bahnhof und die Neustadt-Passage wurden u.a. als mögliche Standorte ins Auge gefasst.

Attraktivität steigern

Die Attraktivität der Lüneburger und Lübecker Straße und deren Seitenstraßen soll durch die Arbeit des GSM gesteigert werden. Dazu gehört z.B. die Wiederbelebung leer stehender Objekte wie die Ladenzeile am nördlichen Ende der Lüneburger Straße. Als Zwischennutzung könnten beispielsweise Kunstprojekte dort einziehen, um die leeren Schaufenster zu füllen.

Der GSM wird im Rahmen des von Bund und Ländern getragenen Programms "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren" finanziert, 300 000 Euro werden dafür im Zeitraum 2011 bis 2015 bereitgestellt. Insgesamt wurden für Neustadt mehr als drei Millionen Euro bewilligt.

Sobald das Förderprogramm "Soziale Stadt" bewilligt wurde, sollen Alte und Neustadt zusätzlich einen eigenen Stadtteilmanager bekommen, der dann die Aufgaben der Vernetzung und des Marketings vom GSM übernehmen soll.