Wäre die Regionalligapartie des FCM bei der U 23 des Hamburger SV für heute angesetzt, würde sie stattfinden. Als "tief, aber bespielbar" wird der Rasen im Norderstedter Plambeck-Stadion beschrieben. Dennoch: Für heute und morgen ist für die Hansestadt anhaltender Regen angekündigt.

Magdeburg. Etwas Besseres als eine erneute Spielabsage könnte dem FCM angesichts der Zwangspause für Angriffs-Neuzugang Shergo Biran nicht passieren. Der Stürmer darf erst ab 1. März für die Blau-Weißen ins Punktspielgeschehen eingreifen (Volksstimme berichtete). Ein Ausfall des morgigen Spiels (Anstoß 13.30 Uhr) würde bedeuten, dass der 32-Jährige dann nur noch dreimal zuschauen müsste. Doch FCM-Kapitän Daniel Bauer verdrängt diesen Gedanken: "Wir konzentrieren uns besser auf das Spiel, denn wir können diese Sache nicht beeinflussen."

Auch Trainer Ruud Kaiser demonstriert Gelassenheit und sagt: "Ob es uns wegen Biran nicht gefällt, dass das morgige Spiel stattfindet, weiß man erst nachher."

Der FCM, der heute Mittag Richtung Hamburg aufbrechen und am Nachmittag im Norden noch ein Training absolvieren wollte, will nun doch erst nach dem Kaffeetrinken starten. Den Grund benennt Heiko Horner: "Ich habe versucht, in der Nähe unseres Spielortes einen Platz zu bekommen, aber vergeblich." Trotzdem will sich der Zeugwart heute Nachmittag noch einmal telefonisch mit den Verantwortlichen der HSV-Reserve ins Benehmen setzen. Eine umsichtige Maßnahme, sind doch für heute und morgen für Norddeutschland recht ergiebige Niederschläge vorhergesagt.

Unterdessen erneuert angesichts der im März anstehenden zwei "englischen Wochen" (fünf Spiele in 13 Tagen) wegen der Ausfälle im Dezember und zuletzt gegen Kiel Ruud Kaiser seine Idee, die immer im Winter durch die Fußballwelt geistert und in Teilen Europas Wirklichkeit ist: "Man muss auch in Deutschland überlegen, ob man von März bis November spielt. Wenn der Rasen im besten Zustand ist, ist Spielpause. Und Fußball spielt sich nun mal bei 25 Grad besser als bei minus zehn. Das ist auch im Sinne der Fans."

Der hohen Punktspieldichte können Kapitän Daniel Bauer und Neuzugang Kosta Rodrigues indes sehr viel Positives abgewinnen. Insbesondere Rodrigues, der sein letztes Punktspiel im Mai absolviert hat, fiebert dem Pflichtspieldebüt für seinen neuen Verein förmlich entgegen: "Ich bin froh, dass es losgeht." Das dichtgedrängte Programm im März bezeichnet der 31-Jährige als einen "Vorteil, denn man muss nicht groß nachdenken und kann viel spielen. Eine Niederlage kann man in kürzester Zeit wettmachen."

Überhaupt keine Sorgen bereiten die Partien in Abständen von nur drei Tagen dem Zeugwart: "Wir haben in den Katakomben der MDCC-Arena eine Waschküche mit Waschmaschine und Wäschetrockner." Unmittelbar nach jedem Spiel machen sich Heiko Horner und sein Helfer Dirk Fröhlich ans Werk, und schon am darauffolgenden Tag ist der jeweilige Trikotsatz sauber gewaschen und getrocknet wieder einsatzbereit …